Bregenzer Begegnungszone mäßig erfolgreich – dennoch Lob

Vorarlberg / 20.10.2013 • 18:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Über die Zukunft der Begegnungszone in der Heldendankstraße wird voraussichtlich noch heuer entschieden. Fotos: VN/Stiplovsek
Über die Zukunft der Begegnungszone in der Heldendankstraße wird voraussichtlich noch heuer entschieden. Fotos: VN/Stiplovsek

„Probewoche“ in der Heldendankstraße: Geschwindigkeit wurde durchschnittlich um
4 km/h reduziert.

Bregenz. (VN-sas) In der Vorarlberg MOBILWoche wurde die Bregenzer Heldendankstraße versuchshalber in eine Begegnungszone umgemodelt – dadurch sollte die Straße an Sicherheit gewinnen. Die VN berichteten. Statt wie gewohnt 30 wurde das Tempolimit für sieben Tage auf 20 km/h reduziert; Fußgänger, Radfahrer und motorisierte Verkehrsteilnehmer waren auf der Straße ebenbürtig.

„Marginal langsamer“

Dieser Tage wird die Probewoche ausgewertet und die aufgezeichneten Fahrgeschwindigkeiten der durchfahrenden Pkw und Lkw werden analysiert. Die Ergebnisse von vier der sieben Tage liegen auf dem Tisch, wie Clemens Gössler von der Dienststelle Stadtplanung und Mobilität informiert. Und wenngleich sich die Durchschnittsgeschwindigkeit in diesem Zeitraum im Vergleich zu Messungen aus dem Vorjahr reduziert hat, lassen die Zahlen zu wünschen übrig: „Die Vier-Tage-Auswertung hat eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 31 bis 32 km/h ergeben“, so Gössler. Das ist zwar bedeutend mehr als 20 km/h, aber: „In den Vorjahren lag in diesem Abschnitt der Heldendankstraße die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 34, 35 km/h“, sagt er. Immerhin sei man in der Probewoche „marginal langsamer“ gefahren.

Den Grund des durchwachsenen Erfolgs sieht der Experte darin, dass in der Probewoche nur sehr eingeschränkte bauliche Maßnahmen möglich waren. „Mit zwei Tafeln und Bodenmarkierungen ist es schwierig, nachhaltig und erkennbar in den Verkehr einzugreifen“, erklärt er – und nennt die Begegnungszone in der Rathausstraße auf Höhe Kornmarktplatz als Best-Practice-Beispiel. „Dort beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit definitiv weniger als 30 km/h“ – und verantwortlich dafür seien nicht zuletzt die guten Hinweise auf der Straße.

Nicht ein schlechtes Feedback

Trotz des bescheidenen Erfolgs vernehme man in der Stadt von den Bewohnern und den in der Straße ansässigen Geschäftsleuten eine positive Stimmung. „Sie hießen es auf jeden Fall gut, dass der Versuch umgesetzt wurde“, so Gössler. Negatives Feedback habe er keines bekommen. Im Zuge des Bregenzer Generalverkehrskonzepts soll in den nächsten zwei bis drei Monaten die Zukunft von Begegnungszonen in Bregenz eruiert werden. Und damit auch jener in der Heldendankstraße.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.