Zum Gedenken

Vorarlberg / 21.10.2013 • 18:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Agnes Manser

Au. Ganz unerwartet holte Gott Frau Agnes Manser, geborene Parth, im 81. Lebensjahr zu sich. Sie war sicher nicht unvorbereitet. Schon einige Jahre war sie leidend und musste mehrere Spitalsaufenthalte auf sich nehmen. Agnes war eine Dornbirnerin. Anlässlich eines Ausflugs in den Bregenzerwald lernte sie den Bauer Anton Manser kennen. Nach einigen Jahren des Kennenlernens feierten sie mit Bruder Otto Doppelhochzeit. So wurde Agnes auf dem höchst gelegenen Bauernhof von Au Bergbäuerin. Die weiten Wege, die man damals noch zu Fuß gehen musste, waren oft mühsam. Acht Kindern schenkte sie das Leben. Eines ist im Kleinkindalter verstorben.

Agnes war eine fürsorgliche Mutter. Sie war immer für die Kinder und Enkel da. Sie sorgte und freute sich über ihre beruflichen Erfolge. In jungen Jahren war sie Betriebsköchin. Das gute Kochen schätzten die Familie und die Enkel sehr. Zum großen Leidwesen ist ihr Gatte Anton schon 1994 in die Ewigkeit vorausgegangen. Agnes war sehr gastfreundlich, leutselig und hilfsbereit, besonders auch den Nachbarn gegenüber. Jahrzehntelang betreute und schmückte sie die Lourdeskapelle auf Bengat. Der Glaube war Agnes wichtig, den lebte sie den Kindern vor und gab ihn ihnen mit ins Leben. Walfahrten war für Agnes eine Abwechslung und eine Bereicherung im Glauben. Sie war auch sehr belesen.

Ganz viele Familienangehörige, Verwandte, Freunde und Mitarbeiter der Kinder sowie viele aus der bäuerlichen Bevölkerung nahmen am Auferstehungsgottesdienst teil, den Schwager Bernhard Manser, Pfarrer i.R. aus Klösterle, in Zelebration mit Altpfarrer Pius Fäßler feierte. Der Gottesdienst war auch ein großer Dank für ein reich erfülltes Mutterleben. Pfarrer Manser ging in seiner Ansprache auf die tief gelebte Gläubigkeit und das Gutsein der Dahingeschiedenen ein. Auch sprach er Dankesworte für Schwiegertochter Irmgard, die sie in den letzten Jahren gut betreute und pflegte. Die Kinder und Enkel beteten Dankgebete und die Fürbitten für die gute Mutter und Oma. Die „Wiedermotla“ gaben durch passende Lieder dem Gottesdienst eine feierliche, besinnliche Stimmung.

Die Kinderfamilien mit den 14 Enkeln werden die Mutter, Schwiegermutter und Oma noch oft vermissen. Sie werden sie in guter und dankbarer Erinnerung behalten. Möge sie bei Gott, an den sie zeitlebens geglaubt und auf den sie gehofft hat, in der ewigen Heimat sein.

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