Eishalle: Stadt sagt Verbesserungen zu

Vorarlberg / 22.10.2013 • 18:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vereine machen sich für eine teilweise Sanierung der in die Jahre gekommenen Vorarlberghalle stark. VN/PS
Vereine machen sich für eine teilweise Sanierung der in die Jahre gekommenen Vorarlberghalle stark. VN/PS

Petitionsvertreter führten „konstruktives Gespräch“ mit der Stadt Feldkirch.

Feldkirch. Als Ende September die Eisanlage in der Vorarlberghalle schlappmachte und hochgiftiges Ammoniak austrat, ist dem Amateur-Eishockeyverein HC Montfortsstädter Knights und dem VEU-Fanclub Südchaos endgültig der Geduldsfaden gerissen. Über ihre sozialen Netzwerke wiesen sie auf zahlreiche weitere Mängel in der Halle hin. Eine Online-Petition, die einzelne Sanierungmaßnahmen einfordert, hat bis dato mehr als 2000 Unterschriften erreicht. Vergangene Woche setzten sich die Stadtoberen mit den Petitionsvertretern an einen Tisch. Das Ergebnis: Einzelne Verbesserungen wie neue Duschköpfe, Schimmelbekämpfung in den Kabinen sowie eine allfällige Erneuerung der Beschallungsanlage wurden zugesagt; andere Forderungen hingegen aus Kostengründen klar abgelehnt.

Positives Fazit

„Was die Stadt nun tatsächlich realisiert, bleibt abzuwarten. Die konstruktiven Gespräche geben uns allerdings Hoffnung“, zieht Michael Lüers ein positives Fazit. Die engagierten Vereine hoffen nun, dass die versprochenen Maßnahmen möglichst rasch umgesetzt werden.

Auch das lange geforderte weiße Eis wird es geben. Allerdings nicht mehr in dieser Saison, da die Aufbereitung drei zusätzliche Tage in Anspruch genommen hätte und die VEU lieber ihr Training und das Heimspiel in der Halle abhalten möchte.

Verbesserungen wird es auch für Rollstuhlfahrer geben. Die Plexiglasscheiben sollen in Zukunft öfters gereinigt werden, um den Rollstuhlfahrern eine bessere Sicht aufs Spielfeld zu ermöglichen. Eine Umrüstung auf Sicherheitsglas – mittlerweile in fast allen Eishallen Standard – wurde jedoch abgelehnt, da dies auch neue Banden erfordern würde. Auch eine thermische Sanierung wurde besprochen. Man will prüfen, ob „Windbrecher“ den Durchzug vermindern können, alles andere sei zu kostenintensiv.

Bürgermeister Wilfried Berchtold und Sport-Stadträtin Erika Burtscher sehen aber auch die Vereine in der Pflicht. Denn: Verunreinigungen und Schäden, die durch Vandalismus entstehen, würden immense Kosten verursachen. „Hier sind alle Vereine angehalten, besser auf das Inventar der Halle zu achten“, so der Stadtchef. 450.000 Euro gibt die Stadt jährlich für den Erhalt und den Betrieb der Vorarlberghalle aus. Kosten, die nicht annähernd durch die Einnahmen gedeckt werden können. Wie Bürgermeister Berchtold gegenüber den Vorarlberger Nachrichten ankündigte, wird es im November ein weiteres Gespräch mit den Hallennutzern geben. Künftig will man sich jeweils zum Saisonabschluss treffen, um über etwaige Verbesserungsvorschläge zu diskutieren.

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