Der Breitenberg steht unter Beobachtung

23.10.2013 • 17:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die „Gelbe Wand“ steht seit Jahren unter Dauerbeobachtung. Foto: Stadt
Die „Gelbe Wand“ steht seit Jahren unter Dauerbeobachtung. Foto: Stadt

Dornbirn. (VN-bem) In den Jahren 1654 und 1760 haben sich am Dornbirner Breitenberg Großfelsstürze ereignet. Rund eine Million Kubikmeter Gesteinsmassen donnerten damals in die Tiefe. Seit elf Jahren stehen nun der Breitenberg und besonders sein gelber Felspfeiler unter Dauerbeobachtung der Experten. Grund ist der Felspfeiler, der sich von der dahinter liegenden Felswand gelöst hatte.

Die „Gelbe Wand“ bildet die östliche Begrenzung des absturzgefährdeten Felskörpers, der aus Schrattenkalk besteht, reicht bis in eine Seehöhe von etwa 1080 Metern und liegt rund 600 Meter über dem Talboden. Neben einem Auffangbecken, das im Falle eines Felssturzes die Gesteinsmassen fassen soll, wurden einige Messeinrichtungen angebracht, die sämtliche Bewegungen des Felsens aufzeichnen. Das Fazit nach dieser Beobachtungsphase: Der Felspfeiler steht derzeit fest und sicher und es besteht keine akute Absturzgefahr. Dies zeigt auch ein aktueller Bericht, der im Rathaus vorgestellt wurde.

Die Messdaten und die Geländebeobachtungen der letzten Jahre ließen die Experten darauf schließen, dass ein Absturz größerer Felsmassen nicht ohne eine Vorwarnphase erfolgen wird – die mindestens einige Wochen, wahrscheinlich aber mehrere Monate beträgt. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann: „Die regelmäßige Beobachtung ist wichtig und gibt den Geologen sowie der Bevölkerung Sicherheit. Die Stadt Dornbirn übt hier große Sorgfalt und wird dies auch weiterhin tun.“