Neuer Direktzug von Vorarlberg nach Graz

Vorarlberg / 23.10.2013 • 19:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Schwarzach. (VN-sas) „Die direkte Verbindung von Vorarlberg nach Graz war lange ein Wunsch des Landes – vor allem ältere Personen und Studenten haben um diese Verbindung gebeten. Jetzt, ab 15. Dezember, ist es so weit“, informiert ÖBB-Pressesprecher René Zumtobel. Von Zürich über Feldkirch und Bludenz wird es künftig einen täglichen Direktzug nach Graz geben. Der Eurocity ab Feldkirch um 10.16 Uhr (Bludenz 10.29 Uhr, an Graz 18.14 Uhr) wird mit Waggons für die erste und zweite Klasse sowie einem Zugrestaurant ausgestattet sein. Die neue Verbindung hat in Innsbruck einen direkten Anschluss auf einen railjet nach Wien.

Eine Stunde Zeitersparnis

Den zweiten Vorarlberg-Vorteil des neuen Fahrplans sieht Zumtobel in einem zusätzlichen railjet: So wird der jetzige erste Intercityzug in der Früh ab Bregenz (bisher ab 6.11 Uhr, an 14.04 Uhr) nach Wien künftig mit dem Premiumzug geführt. Der Fahrzeitenvorteil des railjet beträgt gegenüber dem Intercity nach Wien fast eine Stunde. „Kurzum heißt das: später wegfahren und trotzdem früher ankommen (ab 6.40 Uhr, an 13.30 Uhr) – und das bei einer höheren Qualität“, so Zumtobel.

Der neue Fahrplan wird laut Zumtobel auch mehr öffentlichen Nahverkehr im Land mit sich bringen: So wird das Angebot um vier neue Züge zwischen Lindau, Bregenz und Bludenz erweitert. Auch wird der S-Bahn-Halbstundentakt auf dieser beliebten Linie am Wochenende weiter verdichtet. Drei weitere S-Bahn-Züge werden künftig sieben Tage in der Woche verkehren statt wie bisher nur von Montag bis Freitag.

„Preise werden angepasst“

Die Neuerungen bringen aber nicht nur Vorteile mit sich. ÖBB-Chef Christian Kern formuliert es wie folgt: „Wir werden die Preise anpassen.“ Kunden können sich also bereits jetzt auf teurere Tickets einstellen. Mittelfristig solle die „Preiserhöhung an die Inflation angepasst werden“, so Kern. Neben Verteuerungen soll es künftig aber auch neue Verbilligungen geben. Wie diese konkret aussehen, will man auf Anfrage noch nicht sagen: „Die Ausarbeitung der neuen Tickets läuft zurzeit noch. Details dazu werden in einigen Wochen folgen“, so Zumtobel. Auch arbeite man an einer Tarif-Vereinfachung: „Aktuell bieten die ÖBB 61 verschiedene Tarife. Diesen Tarifdschungel wollen wir lichten.“

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