Doyen der Journalisten des Landes wird 90 Jahre

24.10.2013 • 18:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
SiegfriedMüller
Siegfried
Müller

Bregenz. (VN) Sein Markenzeichen sind schlohweiße Haare und ein gepflegter Gehstock mit Knauf. Die jungen Kolleginnen und Kollegen verzeichnen verwundert, wenn Siegfried Müller etwa beim Medienempfang des Landes zur Jahreswende im Festspielhaus „Hof hält“: Bei einem guten Schluck vom Roten und niemals um eine Geschichte verlegen.

Am 27. Oktober vollendet der langjährige Chefredakteur des Vorarlberger Volksboten als der Doyen der Journalisten im Land sein 90. Lebensjahr. Das tut er augenzwinkernd und im Kreis guter Freunde und Verwandter.

Siegfried Müller wurde 1923 in eine Lehrerfamilie hineingeboren und wuchs in Gisingen auf. Nach der Matura (1942) musste er zur Wehrmacht einrücken, absolvierte nach der Kriegs-Heimkehr 1945 den Abiturientenkurs der LBA und wurde 1946 Leiter der Volksschule mit 42 Kindern in einer Klasse in Fraxern.

Aus Beiträgen für den „Feldkircher Anzeiger“ und gelegentlicher Mitarbeit beim „Vorarlberger Volksblatt“ erwuchs ein neuer Beruf und die Erfüllung eines Jugendtraumes: 1949 hängte er den Lehrerberuf an den Nagel und heuerte als Redakteur beim „Volksblatt“ in Bregenz an, wo er die Ressorts Lokales und Sport übernahm. Siegfried Müller führte die wöchentliche „Seite der Bundesländer“ – und als Premiere für Vorarlberger Zeitungen – eine Motor- sowie eine Jugendseite ein. Ab 1968 redigierte er auch den „Vorarlberger Volksboten“, die Wochenzeitung leitete er von 1972 bis zur Pensionierung als Chefredakteur (1984).

Seit über einem halben Jahrhundert ist Siegfried Müller mit Ehefrau Friederike verheiratet, das Paar hat zwei Söhne und freut sich über vier Enkelkinder. Seit 20 Jahren ist Siegfried Müller Ehrenmitglied des Vorarlberger Presse Clubs. Er geht noch immer gerne hin. So ungesund ist der Journalismus also gar nicht.