Frank „maßregelt“ einstige Fans

Vorarlberg / 24.10.2013 • 18:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Parteiführung schlägt gegenüber einstigen Mitstreitern raue Töne an: Ein den VN zugespieltes Schreiben an Hermann Rabitsch. VN
Die Parteiführung schlägt gegenüber einstigen Mitstreitern raue Töne an: Ein den VN zugespieltes Schreiben an Hermann Rabitsch. VN

Schlachtpartie. Fast wäre den Vorarlbergern in Wien der Appetit vergangen. Zur Schlachtpartie der rührigen Landsmannschaft haben sich rund 80 Vorarlberger angemeldet – und um ein Haar keine Blut- und Leberwürste bekommen. Die Spedition war in Verzug, hätte erst einen Tag zu spät geliefert. Die Not war groß und der Lustenauer Ochsenmetzger Markus Bösch setzte alle Hebel in Bewegung, damit die 50 Kilo Würste doch noch nach Wien gelangten. Die Lösung: Sie wurden nach Innsbruck gebracht und von dort per Luftfracht nach Wien transportiert. Mit einer halben Stunde Verzögerung konnte gespeist werden. Bravo. Gewählt wurde übrigens auch: Andreas Köb als Obmann wurde mit seinem Vorstandsteam für weitere zwei Jahre bestätigt.

Ohne Einladung. Seine Ausschusssitzungen hält der Landtag in aller Regel strikt unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Nicht so am 25. September dieses Jahres: An diesem Tag fand die erste ­öffentliche Ausschusssitzung statt. Da tagten nämlich die Mitglieder des Landwirtschaftsausschusses mit Obmann Josef Türtscher an der Spitze in Schoppernau – und zwar unverhofft erstmals mit Publikum, bestehend aus dreizehn unerwarteten Besuchern. Unter ihnen befanden sich der Jagd- und der Waldaufseher sowie Schoppernaus Bürgermeister Walter Beer. Einige Ausschussmitglieder zeigten sich verwundert, aber niemand forderte die nicht eingeladenen Teilnehmer auf, den Sitzungsraum zu verlassen – mit Journalisten wäre man da bestimmt ganz anders verfahren.

Harte Bandagen. Die Begeisterung ist verflogen, nun hat Enttäuschung die Oberhand gewonnen. Die Rede ist von Spitzenvertretern des einstigen Teams von Frank Stronach in Vorarlberg wie Landesgeschäftsführer Hermann Rabitsch oder ehemaligen Ortsgruppenleitern wie Siegmund Buozc, Werner Bickel und Markus Kreuzer sowie Jugendreferent Thomas Holzknecht. Vor allem gegenüber Rabitsch, der wenige Stunden nach der Bekanntgabe des für Stro­nach enttäuschenden Wahlergebnisses am Wahlsonntag von Bundesgeschäftsführer Ronald Bauer telefonisch gekündigt worden war, schlägt die Parteiführung in einem Schreiben ungewohnt raue Töne an (Faksimile). Vor allem die Mitteilung, dass Rabitsch die Räumlichkeiten der Partei in Dornbirn nicht mehr betreten darf, sorgt für Kopfschütteln: Immerhin soll das Büro von der Parteileitung in Wien längst schriftlich gekündigt worden sein.

Zitate der Woche

Die Schule der Zukunft soll kein Straflager, sondern ein Trainingslager sein.

Johann Engleitner,
Päd. Hochschule Feldkirch


Wenn wir die CO2-Emissionen nicht senken, produzieren wir Klimaflüchtlinge.

Bernd Bösch,
Energiesprecher der Grünen

In Spanien kann man zwar hervorragend essen, aber meine Leibspeise bleibt ein Schweinebraten aus Bayern.

Thomas Müller,
Münchner Nationalspieler

Wählen mit 16, aber kein Fach Politische Bildung – das versteht man im Ausland nicht.

Maximilian Blassnig,
Vorarlberger Schülerparlament

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