Jahr der Wetterextreme

Vorarlberg / 27.10.2013 • 20:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Es gibt sie noch: Die Verweigerer der Realität des Klimawandels als Folge des menschengemachten Ausstoßes an Treibhausgasen. Nach Forscherangaben wird das Wasser an der Meeresoberfläche wärmer, saurer und sauerstoffärmer, berichtet ein internationales Team im Fachblatt „PLOS Biology“.

Aber auch die Tiefenregionen seien betroffen, die Produktivität der Ökosysteme werde geringer. Das Zusammenspiel der Faktoren werde die marinen Nahrungsketten verändern und letztlich auch das Leben von Millionen von Menschen beeinträchtigen, die am und vom Meer leben. Die Wissenschaftler um Camilo Mora von der Universität Hawaii hatten unter Berücksichtigung aktueller Klimaprognosen umfassende biologische und sozioökonomische Daten analysiert. Ihre Arbeit stützten sie vor allem auf Modelle, die im Zusammenhang mit dem fünften Weltklimareport des Klimarates (IPCC) entwickelt wurden. Sie gingen von zwei Emissions-Szenarien aus: einem „Weiter wie gehabt“-Modell, bei dem die Kohlendioxid-Werte in der Atmosphäre auf 900 ppm (Teile pro Million) ansteigen, und einem Modell, bei dem der CO2-Ausstoß drastisch reduziert und auf 550 ppm begrenzt wird.

Die Auswertung ergab, dass sich unter beiden Annahmen nahezu die gesamte Oberfläche der Weltmeere biogeochemisch verändern wird, wobei das Ausmaß der Veränderungen regional unterschiedlich ausfällt. So werde das Wasser in den tropischen Regionen weniger schnell saurer, in den gemäßigten Zonen sei der Temperaturanstieg geringer. Nur in einem sehr kleinen Teil der Meere, vor allem in den Polarregionen, würde das Wasser sauer­stoffreicher und die Meere produktiver, schreiben die Forscher weiter. Zu einer Abkühlung oder einem Anstieg des Säurewertes wird es den Prognosen zufolge nirgendwo kommen.

Die Menschen blieben von den Folgen der Veränderungen nicht verschont, schreiben die Forscher. Zwischen 470 und 870 Millionen der ärmsten Menschen der Welt seien auf die Ozeane als Nahrungslieferant oder Einnahmequelle angewiesen. Sie lebten in Ländern, in denen besonders starke Veränderungen erwartet werden und seien demnach auch am stärksten betroffen.

Gleichzeitig nimmt die Nachfrage nach Erneuerbaren Energien weltweit zu. Bis 2015 rechnet die Solarwirtschaft mit einer Steigerung der weltweit jährlich neu installierten Solarstromleistung von 31 Gigawattpeak (GWp) im Jahr 2012 auf rund 50 GWp. Damit würde sich die weltweit installierte Photovoltaik-Leistung innerhalb von drei Jahren auf über 200 GWp mehr als verdoppeln. Solarunternehmen haben einen Erfahrungsvorsprung gesammelt, den sie jetzt auf den wachsenden Auslandsmärkten mit maßgeschneiderten Produktlösungen ausspielen können.

office@mamkom.com
Marianne Mathis ist freie Journalistin .
Die VN geben Gastkommentatoren Raum, ihre persönliche Meinung zu äußern.
Sie muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.