Prozess um schweren Unfall

Vorarlberg / 28.10.2013 • 22:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der 28-jährige Fahrer kam mit dem Auto von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Foto: archiv/sturn
Der 28-jährige Fahrer kam mit dem Auto von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Foto: archiv/sturn

28-Jähriger nach Unfall in Dornbirn wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt.

feldkirch. (ec) Im Juli kam es in Dornbirn zu einem schweren Unfall. Ein 28 Jahre alter Mann kam mit einem roten Passat von der Fahrbahn ab und prallte mit dem Auto gegen einen Baum. Im Wagen saßen insgesamt drei Personen – alle wurden schwer verletzt. Einer 29-jährigen Frau musste der Arm amputiert werden, sie befindet sich noch zwei bis drei Monate in Reha. Dem 27 Jahre alten Beifahrer wurden im Spital Teile von verschiedenen Darmabschnitten entfernt, zudem die Gallenblase. Weiters waren mehrere Rippen gebrochen und noch heute hat er Rückenschmerzen von dem Schleudertrauma. Dennoch stellt er keine Forderungen an seinen Freund und verzichtet im Prozess, der gestern am Landesgericht Feldkirch vertagt wurde, auf Schmerzengeld.

Drogen und Alkohol

Wirklich erinnern können sich weder der Lenker noch der Beifahrer an den Unfallhergang. Die beide versuchten, den Abend mit mehreren Lokalwechseln zu rekonstruieren. Der angeklagte Fahrer, der bereits wegen Suchtmittelmissbrauchs vorbestraft ist, gibt zu, zwei bis drei kleine Bier getrunken zu haben. Sein Drogenkonsum – Cannabis, Kokain und Beruhigungsmittel – lägen einige Zeit vor dem Unfall. Ob und wie stark er durch diese Dinge beeinträchtigt war, soll nun die Einvernahme der chemisch-toxikologischen Sachverständigen klären. Zudem wird Gerichtsmediziner Walter Rabl Stellung nehmen.

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