Die Freundin im Streit krankenhausreif geprügelt

Vorarlberg / 29.10.2013 • 22:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

50-Jähriger muss 4500 Euro Strafe zahlen, vier Monate gab es auf Bewährung.

feldkirch. (ec) Es ist nicht die erste Vorstrafe des 50-jährigen Arbeiters. Allerdings liegen die drei früheren Körperverletzungen lange zurück. Im September dieses Jahres rastete der Mann jedenfalls wieder einmal aus. Seine damalige Freundin bekam seine Wut zu spüren. Zu Beginn der Verhandlung am Landesgericht Feldkirch räumt der Angeklagte zwar ein, er sei „selbstverständlich“ geständig, dann redet er allerdings herum, „erklärt“ und beschönigt sein Verhalten.

Er sei an jenem Tag von der Frühschicht gekommen und wieder habe es stundenlange Diskussionen mit seiner damaligen Partnerin gegeben, so der Feldkircher. Er habe dann mit ihr Schluss gemacht. „Ich mit ihr“, betont er. Beide waren angeblich angetrunken, als der Streit eskalierte. „Ich gebe zu, dass das ein Schlag zu viel war“, räumt er ein. Er drosch mit den Fäusten auf die schmächtige Frau ein, riss sie an den Haaren und schlug ihren Kopf gegen den Küchenkasten. Die Bilanz: eine gebrochene Nase, Fraktur weiterer Gesichtsknochen, Serienrippenbrüche, ein verletzter Finger und ein „Veilchen“. Blut im Urin bestätigte auch Gewalt gegen den ganzen Körper des Opfers. Fünf Tage musste die Schwerverletzte im Spital bleiben, im Krankenstand war sie über drei Wochen.

In der Beziehung soll es immer wieder zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. Dieser Vorfall war der brutalste. Nun sind die beiden getrennt. Auf die Frage, ob sich alles so abgespielt hat, wie die Frau erzählt, meint der Angeklagte: „Jaja, wird wohl so gewesen sein.“ Der Schläger hat Glück. Richter Wilfried Marte verurteilt ihn noch zu einer bedingten Haftstrafe von vier Monaten. Dazu muss er 4500 Euro Strafe zahlen. Dem Opfer schuldet er vorerst 3000 Euro. Im Zivilverfahren wird allerdings noch mehr auf ihn zukommen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Ich gebe zu, dass das ein Schlag zu viel war.

angeklagter (50)

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