Breiner: Die Skepsis ist stärker als die Freude

Vorarlberg / 30.10.2013 • 22:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Viele Jahre war Hildegard Breiner immer wieder bei Anti-AKW-Protesten in der Schweiz an vorderster Front. Foto: VN/Steurer
Viele Jahre war Hildegard Breiner immer wieder bei Anti-AKW-Protesten in der Schweiz an vorderster Front. Foto: VN/Steurer

Bregenz. (VN-hk) Auch sie hat die Botschaft vernommen – doch bei der großen Dame des Widerstands gegen die ­Atomkraft, Hildegard Breiner (77), hält sich die Freude über das angekündigte Ende des AKW Mühleberg im Jahre 2019 in Grenzen. Zu viele Zweifel überkommen die jahrzehntelange AKW-Gegnerin.

„Das Erfreulichste ist die Nennung einer konkreten Jahreszahl. Aber viel mehr Positives kann ich an diesem Beschluss der Betreiber von Mühleberg nicht erkennen“, äußert sich Breiner zu der Ankündigung aus der Schweiz. Die zahlreichen Auseinandersetzungen mit AKW-Befürwortern haben Breiner verständlicherweise misstrauisch gemacht.

Bei Klage bleiben

„Ich sehe noch viele unbeantwortete Fragen. Zum Beispiel: Wie viel werden die Betreiber noch in die Sicherheit investieren? Warum schaltet man nicht schon 2017 ab?“ Auf die in Ausarbeitung befindliche Klage sollte nach Meinung der Russ-Preis-Trägerin nicht einfach verzichtet werden. „Natürlich müssen wir die neue Situation jetzt beratschlagen und festlegen, was genau wir in nächster Zukunft tun wollen.“

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