Nach der Schockrechnung: A1-Kulanz ist „inakzeptabel“

Vorarlberg / 31.03.2014 • 22:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schockrechnungsopfer Andre Hammerer bezahlt die 500 Euro unter der Bedingung, dass die Vertragsbindung aufgelöst wird.  Foto: privat  
Schockrechnungsopfer Andre Hammerer bezahlt die 500 Euro unter der Bedingung, dass die Vertragsbindung aufgelöst wird. Foto: privat  

Nach „missbrauchter“ SIM-Karte schraubte A1 die Forderung von 17.134 Euro Handy-Rechnung auf 500 Euro zurück.

Schwarzach. (VN-gs) Zur Erinnerung: Dem Alberschwender Andre Hammerer wurde im Februar in Barcelona das Handy gestohlen. Wochen später langte bei dem Vorarlberger eine Telefonrechnung des Mobilfunkbetreibers A1 in der Höhe von 17.134 Euro ein. Wie sich herausstellte, hatten die Diebe diese horrende Summe innerhalb weniger Stunden mit sogenannten Parallelschaltungen in alle möglichen Winkel der Welt zusammengebracht.

Hammerer lief Sturm, konsultierte Rechtsanwalt Dr. Helgar Schneider und ging an die Öffentlichkeit. Vermutlich aufgrund des anwachsenden Drucks gab A1 gestern eine Kulanzlösung bekannt: Der Mobilfunkbetreiber reduzierte die hohen Kosten im aktuellen Fall auf 500 Euro und warnte dabei gleichzeitig vor vermehrten Handy-Betrugsfällen im Ausland.

Kündigung Voraussetzung

Doch diese zunächst großzügig erscheinende Kulanzlösung ist für Hammerer immer noch zu wenig des Guten. Anwalt Schneiders schriftliche Begründung: „Bereits mit einem Schreiben vom 27. März habe ich der Firma A1 Telekom Austria AG mitgeteilt, dass mein Mandant auf kein „Kulanzangebot“ eingehen wird, es sei denn, dass das Vertragsverhältnis zwischen meinem Mandanten und der Firma A1 per Saldo aller wechselseitigen Ansprüche endgültig aufgelöst wird.“

Aufgrund des Verhaltens der Firma A1 sei für seinen Mandanten die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses undenkbar und unzumutbar. Allerdings wäre sein Mandant bereit, per Saldo aller wechselseitigen Ansprüche aus dem Vertragsverhältnis eine Abschlagzahlung in Höhe von 500 Euro zu bezahlen, wenn sich die Firma A1 bei seinem Mandanten für die Behandlung in den letzten sechs Wochen entschuldigt, da er in dieser Zeit unter dem enormen Druck des Mobilfunkbetreibers gelitten habe. „Sollte die Firma A1 einer solchen Lösung nicht zustimmen, wird mein Mandant keinerlei Zahlung leisten und sich mit meiner Unterstützung bei Gericht bis zuletzt gegen eine (angebliche) Zahlungspflicht wehren“, so Schneider weiter.

Anwalt Helgar Schneider verlangt von A1 eine Entschuldigung.  VN  
Anwalt Helgar Schneider verlangt von A1 eine Entschuldigung. VN  
Schockrechnungsopfer Andre Hammerer bezahlt die 500 Euro unter der Bedingung, dass die Vertragsbindung aufgelöst wird.  Foto: privat  
Schockrechnungsopfer Andre Hammerer bezahlt die 500 Euro unter der Bedingung, dass die Vertragsbindung aufgelöst wird. Foto: privat  
Anwalt Helgar Schneider verlangt von A1 Entschuldigung.  Foto: VN  
Anwalt Helgar Schneider verlangt von A1 Entschuldigung. Foto: VN