Schockrechnung: Streit mit A1 wurde beigelegt

Vorarlberg / 04.04.2014 • 22:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
 André Hammerer darf nun aus dem Vertrag aussteigen.  privat  
 André Hammerer darf nun aus dem Vertrag aussteigen. privat  

Alberschwende. Der Mobilfunkbetreiber A1 und der Vorarlberger Student André Hammerer haben den Streit um eine 17.000 Euro hohe Handyrechnung außergerichtlich beigelegt. Sein Mandant nehme das Kulanzangebot von 500 Euro an und könne zum 7. April aus dem Vertrag aussteigen, sagt Anwalt Helgar Schneider. Die geforderte Entschuldigung erhielt Hammerer allerdings nicht.

Dem Alberschwender war Mitte Februar in einer Disco in Barcelona das Handy geklaut worden. Bereits vier Stunden später wurde die SIM-Karte von A1 gesperrt. Wie sich später herausstellte, hatten die Diebe diese horrende Summe innerhalb weniger Stunden mit sogenannten Parallelschaltungen in alle Welt zustandegebracht. Rechtsanwalt Schneider ist zwar weiterhin überzeugt, dass sein Mandant einen Prozess gegen A1 gewonnen und schlussendlich gar nichts bezahlen hätte müssen. „Diese Lösung ist aber zweifellos im Sinne meines Mandanten, da für ihn dieser Albtraum nun schneller ein Ende hat“, betont er. Infolge der Berichterstattung zu dem Fall hätten sich außerdem weitere Opfer an ihn gewendet. Das Problem: Einige davon seien bereits auf ein von der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) vermitteltes Kulanzangebot eingegangen, bei dem Kunden oft weit mehr bezahlen müssten, als ein Gericht dem Netzbetreiber zugesprochen hätte.