Acht Hektar großer Flächenbrand wütete auf Wiese und im Wald

Vorarlberg / 27.04.2014 • 22:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auch der Polizeihubschrauber musste für Löscheinsätze angefordert werden. Fotos: VN/Bernd Hofmeister
Auch der Polizeihubschrauber musste für Löscheinsätze angefordert werden. Fotos: VN/Bernd Hofmeister

Die Unvorsichtigkeit eines 52-Jährigen rief am Samstag im Großen Walsertal die Feuerwehr auf den Plan.

Sonntag. (VN) Der Mann aus Sonntag war gegen 15 Uhr in der Parzelle Unterladritsch zunächst damit beschäftigt, auf einer Streuwiese altes Gras und abgestorbene Äste zu entfernen. Anschließend wollte er das zusammengetragene Material bei vorherrschender Windstille verbrennen. Als jedoch nach einiger Zeit starker Wind aufkam, geriet das Feuer außer Kontrolle und breitete sich bergwärts über die Wiese in den nahe gelegenen Wald aus.

Wenige Minuten später war bereits die Feuerwehr Sonntag alarmiert. Es begann ein aufwendiger und nicht ungefährlicher Einsatz. Der Flächenbrand wütete nämlich fernab von jeglichen Straßen und Wohngegenden. Eine Herausforderung war allein schon die Herbeischaffung des Löschwassers aus einer Entfernung von mehr als zwei Kilometern. Die Löscharbeiten fanden im schwierigen Gelände statt, so musste auch die Bergrettung zur Sicherung der Einsatzkräfte herbeigerufen werden.

Insgesamt fanden sich sämtliche Feuerwehren aus dem Großwalsertal sowie die Feuerwehren aus Thüringen, Ludesch und Damüls mit 18 Fahrzeugen und 210 Mann zur Brandbekämpfung ein, unterstützt von der Bergrettung aus Sonntag und Damüls sowie dem Hubschrauber des Innenministeriums, der für Löschflüge in die Luft stieg.

Vom Brand waren etwa ein Hektar Streuwiese und rund sieben Hektar Waldfläche betroffen, wobei es sich bei letzteren um einen Waldbodenbrand handelte und dort nur punktuelle Schäden am Baumbestand aufgetreten sind.

Folgen für Verursacher

Der Brand könnte für den Verursacher drastische Konsequenzen nach sich ziehen. Wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst kündigte die Polizei einen Abschlussbericht an die Staatsanwaltschaft an. Außerdem wird auch die Bezirkshauptmannschaft Bludenz über den Verstoß gegen das Luftreinhaltegesetz informiert.

Mehrere Feuerwehren rückten mit 210 Mann zur Brandbekämpfung an.
Mehrere Feuerwehren rückten mit 210 Mann zur Brandbekämpfung an.