Nichts geht mehr mit Bahn und Europatreppe

Vorarlberg / 04.05.2014 • 18:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Straßenarbeiten auf der zweithöchsten Baustelle des Landes gehen voran. Fotos: VN/Hofmeister (1), Steurer (1)
Die Straßenarbeiten auf der zweithöchsten Baustelle des Landes gehen voran. Fotos: VN/Hofmeister (1), Steurer (1)

In der Silvretta sind schon vor Wochen die Bagger für das Mega­kraftwerk aufgefahren.

Partenen. (VN-mm) Der milde Winter hat die Einrichtung der Baustelle für das Großprojekt Obervermuntwerk II deutlich beschleunigt. Ursprünglich war geplant, damit im Mai zu beginnen. Tatsächlich sind jedoch schon vor Wochen im Bereich des unteren Stausees die Bagger aufgefahren und graben sich seitdem durch das Gelände. Der Start der Bauarbeiten zeitigt aber noch andere Konsequenzen. So bleiben Vermuntbahn und Europatreppe 4000 in den Sommersaisonen 2014 bis 2016 für den Publikumsbetrieb gesperrt.

Ausnahme für den Treppencup

Eine Ausnahme wird nur am 2. August für den „Montafoner Treppencup“ gemacht. In den darauffolgenden Jahren entfällt diese Traditionsveranstaltung allerdings aufgrund der Bauarbeiten. Die Europatreppe 4000 ist mit ihren 3609 Stufen die längste gerade Treppe Europas und das größte Fitnessgerät der Welt. Sportprofis bringen ihre Körper dort ebenso auf Vordermann wie Freizeitsportler. Der „Montafoner Treppencup“ findet seit 1998 statt. Der 2007 vom Hittisauer Gerd Hagspiel aufgestellte Streckenrekord von 20:28 Minuten hält noch immer. ­Daran dürfte sich so bald wohl auch nichts ändern.

Während sich die Arbeiten am Obervermuntwerk II erst in der Anfangsphase befinden, geht es auf einer anderen Baustelle in der Silvretta zügig weiter. Extreme Wetterbedingungen im vergangenen Jahr machten Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen an der Hochalpenstraße dringend notwendig. Auch die nach jedem Winter auftretenden Probleme mit Felsstürzen sollten entschärft werden. Aus diesem Grund wurden die Kehren 3 bis 6 sowie 22 und 23 auf einer Länge von 1,2 Kilometern neu verlegt. Laut Bauleiter Andreas Batlogg kann im unteren Bauabschnitt bereits mit der Asphaltierung begonnen werden.

Im oberen Bereich der Straße sind hingegen noch Felsräumungen erforderlich. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf rund 5 Millionen Euro. Zum Vergleich: Das Obervermuntwerk II verschlingt die stattliche Summe von 600 Millionen Euro.

Bahn und Treppe sind im Sommer vorläufig nicht mehr in Betrieb.
Bahn und Treppe sind im Sommer vorläufig nicht mehr in Betrieb.