Ein Leben für die Bildung

Vorarlberg / 11.05.2014 • 21:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Hubert Regner beschäftigt sich in seiner Bibliothek mit Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Foto: Privat
Hubert Regner beschäftigt sich in seiner Bibliothek mit Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Foto: Privat

Familie im Mittelpunkt – zahlreiche Aktivitäten auch im Ruhestand.

Hallein. (ee) „Das Wort Pensionsschock kenne ich überhaupt nicht. Denn nach meinem Übertritt in den Ruhestand mit Oktober 2003 habe ich noch mehrere Funktionen und Aktivitäten ausgeübt. Mein Motto war nämlich mein ganzes Leben, mich zwar nicht vorzudrängen, aber mich auch nicht zu verweigern, wenn man mich braucht.“

Das erklärt gegenüber den VN der frühere Direktor des Landesbildungszentrums Schloss Hofen (1984 bis 1989) und spätere Vorstand der Abteilung „Wissenschaft und Weiterbildung“ im Amt der Vorarlberger Landesregierung, Hofrat Dr. Hubert Regner. So war er noch bis 2005 als Mitglied und dann bis 2008 als Vizepräsident des Österreichischen Fachhochschulrates aktiv. Von 2004 bis 2007 kam noch die Tätigkeit als Vorstandsmitglied des Universitätsrates der Donau-Universität Krems dazu. Regner, der nach seiner Pensionierung wieder in seine Salzburger Heimat zurückgekehrt ist und in Hallein wohnt, übte von 2010 bis 2012 auch eine Beratertätigkeit für die Neuordnung der Offiziers­ausbildung im österreichischen Bundesheer aus. Bis November 2013 war er auch Mitglied des Verwaltungsrates des Katholischen Hochschulwerkes in Salzburg.

Zeit für die Familie

„Viel Zeit widme ich natürlich meiner Familie, vor allem meinen zwei Enkelkindern. Ich beschäftige mich sehr viel mit Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Die Nabelschnur zu der Materie, mit der ich mich ein Leben lang beschäftigt habe, ist also noch nicht gekappt. Dazu kommen zahlreiche Reisen, bevorzugt sind dabei Ziele in ganz Europa. So war ich letzte Woche in Berlin, eine wichtige Destination sind aber auch italienische Städte. Und ich verfolge die Hilflosigkeit der gegenwärtigen Bildungspolitik in Österreich mit Interesse“, schildert Regner. Er hält auch noch sehr gute Kontakte zur Stadtkapelle Bregenz-Vorkloster, deren Vorstand und Ehrenringträger er ist.

Mitentwickler der FH

Zu seinen Arbeitsschwerpunkten in Vorarlberg meint er heute: „Als Direktor des Landesbildungszentrums Schloss Hofen waren es die Entwicklung und Einführung von Universitätslehrgängen wie z. B. Betriebliches Innovations- und Technologiemanagement, Tourismusmanagement, Verkaufs- und Marketingleiter und der Hochschullehrgang für Politische Bildung, die Gründung der American-European-Summer-School sowie die Schaffung der Verwaltungsakademie des Landes Vorarlberg.“ Und weiter: „Im Rahmen der Tätigkeit als Vorstand der Abteilung Wissenschaft und Weiterbildung war die Mitentwicklung von Fachhochschulstudiengängen in Österreich ein wesentlicher Aufgabenbereich. Vorträge und Publikationen ergänzten das Arbeitsprogramm.“ In den Jahren 1998 bis 2002 war Regner Aufsichtsratsvorsitzender der Fachhochschulstudiengänge GmbH.

Der in Tamsweg in Salzburg geborene Hubert Regner absolvierte zuerst eine Bäcker- und Konditorlehre und absolvierte die Abendmatura an der Handelsakademie in Salzburg.

1970 bis 1975 studierte er Politische Wissenschaften, Publizistik und Kommunikationstheorie in Salzburg und an der Gregoriana in Rom. Bis zu seiner Übersiedelung nach Vorarlberg leitete er das Europahaus Salzburg und war Mitglied des Präsidiums der Österreichischen Jungarbeiterbewegung.

Zur Person

Hofrat Dr. Hubert Regner

Abteilungsvorstand im Amt der Vorarlberger Landesregierung

Geboren: 1943 in Tamsweg

Ausbildung: Bäcker- und Konditorlehre, Meisterprüfung als Bäcker, Abendmatura an der HAK Salzburg, Studium in Salzburg und Rom, 1975 Promotion zum Dr. phil.

Laufbahn: 1984 bis 1989 Direktor des Landesbildungszentrums Schloss Hofen, 1989 bis 2003 Vorstand der Abteilung Wissenschaft und Weiterbildung im Amt der Vorarlberger Landesregierung.

Familie: verheiratet mit Mag. pharm. Brigitte Regner, 2 Kinder, 2 Enkelkinder

Hobbys: Reisen, Lesen