„Privatisierung kommt für mich nicht infrage“

Vorarlberg / 01.06.2014 • 20:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In Anfrage-Beantwortung bekräftigt LH Wallner striktes Nein zu Illwerke-Privatisierung.

Bregenz. (VN-tw) Vorarlbergs Energiekonzern stellt den größten Vermögenswert des Landes dar, erbringt beachtliche Leistungen für Land und Bevölkerung und trägt durch Preisgestaltung und nachhaltige Investitionen zur Standortverbesserung bei. Mit diesen Worten beantwortet LH Markus Wallner eine Anfrage der Grünen zum Streitthema Privatisierung des Stromversorgers illwerke vkw, die den VN vorliegt.  „Ich denke nicht daran, nur eine Aktie zu verkaufen“, betont Wallner. „Dies wäre ein großer Fehler und niemand in diesem Land, außer den NEOS, denkt daran, dies zu tun.“

„Vorarlberger profitieren“

Die illwerke vkw zähle heute zu den effizientesten sowie profitabelsten Energieversorgungsunternehmen im deutschsprachigen Raum. „Einen solchen Standortvorteil kann nicht jedes Land seiner Bevölkerung und seinen Unternehmen anbieten“, so Wallner. Ein durchschnittlicher Vorarlberger Haushalt erspare sich im Verhältnis zu Ostösterreich rund 380 Euro. Auch die Versorgungssicherheit mit Strom sei nicht zu unterschätzen. So lag die Nichtverfügbarkeit des Stromnetzes pro Kunde in Vorarlberg 2013 bei 8 Minuten, bundesweit bei 35 Minuten. „Es wäre davon auszugehen, dass bei einer Privatisierung eine hohe Versorgungssicherheit nicht mehr in diesem Ausmaß gegeben wäre.“

Energieautonomie 2050

Auch die ins Auge gefasste Energieautonomie 2050 sei dem Energieversorger ein wichtiges Anliegen. Der weitere Ausbau der Wasserkraft durch das Kopswerk II und das seit 5. Mai 2014 im Bau befindliche Obervermuntwerk II sei nur möglich gewesen, weil die Aktien zu 100 Prozent im Besitz des Landes sind. „Zu erwähnen ist auch, dass der Konzern mehrfach bewiesen hat, dass er willens ist, Land und Bevölkerung in Notsituationen zu unterstützen.“ So wurde laut Wallner bei den letzten beiden Hochwasserkatastrophen 1999 und 2005 unbürokratisch geholfen und eine finanzielle Leistung von 50 Millionen Schilling und 70 Millionen Euro zur Linderung der Not geleistet.

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