Disput um Schulzustand

Vorarlberg / 02.06.2014 • 21:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Volksschule Altenstadt wird ab 2018 einer Generalsanierung unter­zogen. Im Herbst sollen die Planungen beginnen.  Foto: sm  
Die Volksschule Altenstadt wird ab 2018 einer Generalsanierung unter­zogen. Im Herbst sollen die Planungen beginnen. Foto: sm  

Feldkirchs Grüne orten „unzumutbare“ Situation an VS Altenstadt. Stadträtin weist Kritik zurück.

Feldkirch. (VN-sta) Als „sehr unbefriedigend und eigentlich unzumutbar“ bezeichnen die Feldkircher Grünen den Zustand der Volksschule Altenstadt. Sie kritisieren bauliche Mängel und akute Raumnot. Schulstadträtin Erika Burtscher weist dies vehement zurück. Die Raumsituation sei zwar beengt, aber keineswegs unzumutbar.

„Sehr eingeschränkt“

Wie Stadtvertreterin Ingrid Scharf in ihrer Anfrage schildert, können die Lehrpersonen in Altenstadt dem gesetzlich vorgeschriebenen Bildungsauftrag „sehr eingeschränkt“ nachkommen. Die Qualität der Bildung bleibe auf der Strecke, eine wünschenswerte Betreuung der Kinder sei nicht möglich“, poltert das Mitglied des Schulausschusses. Die Generalsanierung inklusive Schaffung neuer Räumlichkeiten bis ins Jahr 2018 hinauszuschieben, sei äußerst bedenklich. Scharf befürchtet, dass es vermehrt zu ­Sprengelwechseln kommen könnte, da man derzeit aufgrund der Infrastuktur keine Ganztagesklassen einführen könne.

Burtscher weist die Aussagen der Grünen energisch zurück. Die Raumsituation sei zwar beengt, aber  keineswegs unzumutbar. „Die Sache wird  überdramatisiert“, so ihre Kritik in Richtung der Grünen.

In der Schule werde inhaltlich hervorragende Bildungsarbeit geleistet. Zudem sei man in ständigem Kontakt mit der Schulverwaltung. Burtscher weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bereits Planungen für eine Freiraumgestaltung laufen würden. Diese soll noch in den Sommerferien umgesetzt werden.

Platz geschaffen

Dem von den Grünen vorgebrachten Argument, wonach aufgrund des Schulzustands keine Ganztagesbetreuung möglich sei, kann Burtscher nichts abgewinnen. Sie verweist darauf, dass es in einer Schule mit ähnlicher Situation drei Ganztagesklassen gebe. Außerdem habe man in Altenstadt in den letzten Jahren mit der Auslagerung der Elternberatung Platz geschaffen.

Die Situation ist sehr unbefriedigend und nicht zumutbar.

Ingrid Scharf

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