Aufstand im Lehenweg

Vorarlberg / 04.06.2014 • 19:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Viele der Bewohner sind verärgert, dass sie nicht über das Vorhaben informiert wurden.  Fotos: VN/Hartinger
Viele der Bewohner sind verärgert, dass sie nicht über das Vorhaben informiert wurden. Fotos: VN/Hartinger

Die Bewohner sind wütend – Hard will sich nun um Schadens­begrenzung bemühen.

Hard. (VN-ger) „Das ist doch nicht normal.“ „Ein Chaos.“ „Dass man sich so etwas erlaubt.“ „Wir sind alle überfahren worden.“ Im Harder Lehenweg gehen die Wogen derzeit hoch. Die Wut der Bewohner richtet sich insbesondere gegen die Gemeinde, die dort unlängst ein Grundstück an eine Anrainerin verkauft hat. Die Probleme rollten dann in der Vorwoche, gemeinsam mit den Baumaschinen, an. „Am Freitag hätten wir günstiges Öl bekommen, aber der Tankwagen hatte keine Chance, hereinzufahren. Er ist nicht um die Kurve gekommen“, echauffiert sich Anrainer Rudolf Reinisch und schiebt sogleich nach: „Das Müllauto muss rückwärts fahren, damit die Container geleert werden können.“ Ob Sandra Köhlmeier ihr Boot auf dem Anhänger hinausbekommt, wird sich demnächst weisen.

Rückbau gefordert

Bei besagter Liegenschaft handelt es sich um einen ehemaligen Parkplatz, der von der neuen Eigentümerin nun begrünt wird. So weit, so gut, wären nach den Umbauarbeiten nicht eine viel zu enge Ein- und Ausfahrt, eine Zufahrtstraße, auf der zwei Autos nicht aneinander vorbeikommen, sowie diverse Platzprobleme übrig geblieben. Da es nämlich vor jedem Block nur eine Handvoll Parkmöglichkeiten gibt, müssen die Besucher meist am Rand parken. „Dadurch wird die Rettungs- und Feuerwehrzufahrt blockiert“, sagt Reinisch. Der Ärger im Lehenweg ist groß, dass das Grundstück nie den Hausgemeinschaften zum Kauf angeboten wurde. „Wir haben nichts von dem Ganzen gewusst“, poltert Andrea Wiedl. Fürs Erste fordern die Anrainer von der Gemeinde, dass die Ein- und Ausfahrt um vier Meter zurückversetzt wird. Ob das möglich ist? „Das müssen wir prüfen“, sagt der Harder Bürgermeister Harald Köhlmeier. Vorerst habe man den Bewohnern angeboten, ihnen zusätzliche Stellplätze zur Verfügung zu stellen. Außerdem sei eine entsprechende Kreuzungsregelung verordnet und die Hecke sei zurückgeschnitten worden. Kommende Woche will Köhlmeier das Thema mit der Hausverwaltung und den über 70 Eigentümern persönlich besprechen. „Unser Interesse ist es, eine zufriedenstellende Lösung für alle zu finden“, versichert er.

Diese Einfahrt muss entschärft werden, fordern die Anrainer.
Diese Einfahrt muss entschärft werden, fordern die Anrainer.
Aufstand im Lehenweg

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