Ist nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein

Vorarlberg / 10.06.2014 • 20:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zwei Mal im Jahr ist Brigitte Dobler in Kenia und schaut nach dem Rechten.  Foto: Privat
Zwei Mal im Jahr ist Brigitte Dobler in Kenia und schaut nach dem
Rechten. Foto: Privat

Brigitte Dobler setzt sich mit  Privatinitiative „Hilfe zur ­Selbsthilfe“ seit Jahren für die Ärmsten in Kenia ein.

Feldkirch. (VN-sta) Seit den 1970er-Jahren bereist die Hobbyfilmerin Brigitte Dobler mit ihrem Mann den afrikanischen Kontinent. Im Jahr 2006 passierte dann etwas, das ihr Leben von Grund auf veränderte. Noch heute fragt sich die Feldkircherin, ob es reiner Zufall war oder doch ein Wink des Schicksals, dass sie ausgerechnet in einer der ärmsten Regionen Kenias, in Kinondo, diese Reifenpanne hatte. „Das passierte in der Nähe eines Kindergartens. Das war eine einzige Schutthalde. Die Kinder saßen auf staubigen Fetzen auf dem Fußboden“, erinnert sie sich. Dobler beschloss damals, sofort zu helfen und die ärgsten Schäden zu beheben. Es blieb nicht – wie so oft – bei einer Einmal-Aktion. Dobler kam wieder und hat mittlerweile zahlreiche Projekte verwirklicht. „Hilfe zur Selbsthilfe“ nennt die Feldkircherin ihre Privatinitiative, für die sie nun wieder um Unterstützung bittet.

In den vergangenen sieben Jahren konnte die engagierte Pensionistin einiges bewegen: Sie setzte die Renovierung des Kindergartens fort, unterstützt lokale Mediziner, baute eine Farm und eine Schneiderei, ließ zahlreiche Wasserbrunnen installieren und brachte Strom ins Dorf. All diese Projekte unterliegen der Selbstverwaltung der Verantwortlichen. „Die Menschen dort vertrauen mir mittlerweile. Das ist ganz wichtig, weil sich nur so die Bereitschaft zur Mitarbeit entwickelt“, erklärt Dobler. Unterstützt wird die Privatinitiative von der Stadt Feldkirch und einer Handvoll namhafter Unternehmen. Rund 60.000 Euro sind mittlerweile in die verschiedenen Projekte geflossen.

Unterstützung der Fischer

Mit ihrem jüngsten Projekt, dem Bau eines „Fishing Centers“, griff Dobler den Fischern in der Region unter die Arme. Das Gebäude ist ausgestattet mit einer neuen Tiefkühltruhe, Ventilator und hygienisch verfliestem Boden und Arbeitsbereich. „Der Platz hat sich in kürzester Zeit zu einem richtigen Handelszentrum entwickelt“, freut sich Dobler. Auch ein 20 PS starker Außenbordmotor wurde angeschafft, der für die kleine Fischereiflotte eine große Erleichterung bei der täglichen Arbeit im Meer ist. Nächste Projekte, beispielsweise der Aufbau einer kleinen Tischlerei und weitere Unterstützung für die Fischer, sind bereits in Planung. „Mir ist natürlich bewusst, dass die Wunschliste nur in kleinen Schritten zu erfüllen ist“, sagt Dobler. Sie selbst sei schon zufrieden, wenn sie am Ende eines verwirklichten Projekts die lachenden Kinderaugen sehe.

Den Menschen zu helfen, ist für mich eine Lebensaufgabe.

Brigitte Dobler
Zahlreiche Wasserbrunnen wurden bereits installiert.
Zahlreiche Wasserbrunnen wurden bereits installiert.

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