Mit göttlichem Segen

Vorarlberg / 11.06.2014 • 18:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gestern erfolgte der offizielle Auftakt zur letzten Bauetappe beim LKH Bregenz.  Foto: KHBG
Gestern erfolgte der offizielle Auftakt zur letzten Bauetappe beim LKH Bregenz. Foto: KHBG

Letzte Bauetappe beim LKH Bregenz gestartet. Jetzt kommt der Altbau an die Reihe.

Bregenz. (VN-mm) Lange tat sich nichts mehr beim Landeskrankenhaus Bregenz. Die Geldmittel waren knapp geworden. Jetzt sind aber wieder die Baumaschinen aufgefahren, um Geplantes endlich zu vollenden. Rund 25,8 Millionen Euro kostet die Sanierung des inzwischen nach außen hin recht desolat wirkenden Haupthauses samt Außenanlagen.

Vier-Bett-Zimmer wie im LKH Bludenz wird es übrigens keine geben. Das lässt die bestehende Architektur nicht zu. Stattdessen kommen 3-Bett-Zimmer, die im Bedarfsfall zu 2-Bett-Zimmern umgestaltet werden können. Die Arbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb. Die Fertigstellung ist für 2018 veranschlagt.

380.000 Patienten

Chefarzt Christian Huemer hat zum offiziellen Spatenstich, der gestern erfolgte, nachgerechnet. Und er kam, was den Patientenzulauf betrifft, auf eine stolze Zahl. Demnach wurden seit der Eröffnung des Krankenhauses Anfang der 1970er-Jahre etwa 380.000 Menschen betreut und behandelt. Dazwischen gab es Modernisierungen wie etwa den Neubau mit seiner charakteristischen Ansicht. Gut 70 Millionen Euro ließ sich das Land diese Arbeiten kosten. Danach herrschte Stillstand, weil das Geld in drei andere Spitäler floss. Im vergangenen Jahr ging es schließlich doch mit der Planung weiter. Der für heuer anvisierte Baubeginn hielt. Inmitten von Bauzäunen, Baucontainern und Baustaub nahmen die nobel gewandeten Gäste ihre Spaten zur Hand und gaben den symbolischen Startschuss für die längst fälligen Arbeiten.

Der Direktor der Kran­kenhausbetriebsgesellschaft (KHBG), Gerald Fleisch, freute sich über ein „finanzstarkes Land“, das wichtige Investitionen in das Gesundheitswesen noch möglich mache. LR Christian Bernhard zeigte sich ob der Diskussionen, für die die Gesundheitsreform derzeit sorgt, erleichtert, dass einmal etwas nach Plan läuft. Und der für den Hochbau zuständige Regierungskollege, Harald Sonderegger, überbrachte ein klares Bekenntnis zum Spitalsstandort Bregenz, der letztlich schlappe 100 Millionen Euro gekostet haben wird.

Renovierung, Sanierung und Umbau erfolgen von oben nach unten. Laut Plan erhält der Altbau drei Geschoße mit  190 Patientenbetten. Danach verfügt das LKH Bregenz über 270 Betten. Das sind laut Verwaltungsdirektor Andreas Lauterer etwas weniger als derzeit. Die Mitarbeiter erwarten neue Dienst- und Stationszimmer sowie Nebenräume. Ebenfalls eine Neugestaltung erhält der Speisesaal, während die Kapelle des Hauses eine technische Aufrüstung erfährt. Zum Abschluss der kleinen Feier unter sengender Sonne spendete Pater Vinzenz, Prior der Mehrerau, dem Bauprojekt noch den göttlichen Segen. Er soll die Arbeiten positiv begleiten.

Die Investition ist ein Bekenntnis zum Standort Bregenz.

Harald Sonderegger

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