Auf dieses Gerät fliegt die Polizei

Vorarlberg / 12.06.2014 • 21:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
XXL_Polizeihubschrauber.pdf
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Der FLIR-Hubschrauber macht Station in Vorarlberg – und das steckt alles drin.

Hohenems. (VN-ger) Donnerstagnachmittag, 14.30 Uhr, Flugplatz Hohenems, die Luft flirrt vor Hitze. Denn auch wenn es der Name vermuten lassen mag: Der Protagonist selbst – ein Polizeihub­schrauber des Typs EC135 mit FLIR-Technologie – hat grundsätzlich mit Flirren nichts am Hut. Das Akronym „FLIR“ steht vielmehr für „forward looking infrared“. Mit eben dieser nach vorne gerichteten Infrarot- bzw. Wärmebildkamera können die Einsatz-Teams vermisste Personen oder Straftäter aufspüren. „Die Quote liegt ganz gut. Wir finden fast jeden“, schmunzelt Pilot Günter Köppl.

Die FLIR-Hubschrauber sind außerdem mit einem Full-HD-Videosystem, einem Suchscheinwerfer sowie einer Anlage zur direkten Bildübertragung ausgerüstet und sind zum Betrieb mit Nachtsichtbrillen (Night Vision Gogols, kurz NVG) zugelassen. Allein die Kamera bringt 54, die Gesamtausrüstung an die 200 Kilo auf die Waage.

Neben Such- und Fahndungseinsätzen geht der Eurocopter bei Observationen, Großeinsätzen wie Demonstrationen, Werttransporten, Staatsbesuchen sowie bei speziellen Einsätzen von Sondereinheiten wie dem Eko Cobra oder der Wega in die Lüfte.

Mal vier

Die Standard-Besatzung besteht aus einem Piloten und einem FLIR-Operator. Bei Nachteinsätzen muss zusätzlich ein Copilot mit an Bord sein. Derzeit sind bei der österreichischen Flugpolizei vier FLIR-Hubschrauber, stationiert in Wien, Klagenfurt und Salzburg, im Einsatz.

Einer davon macht dieser Tage im Rahmen der groß angelegten Übung „Schutz 14“ Station in Vorarlberg. Die VN haben sich das spezielle Fluggerät aus der Nähe an­geschaut.

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