“Herzerfrischender” Wahlkampf der FPÖ

Vorarlberg / 13.06.2014 • 20:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dieter Egger will blumigen Wahlkampf führen. Foto: FPÖ
Dieter Egger will blumigen Wahlkampf führen. Foto: FPÖ

Vorarlberger Freiheitliche setzen auf positiven Wahlkampf und Benchmarks.

bregenz. (VN-stm) Eine Sonnenblume auf dem Tisch gibt die Tonart vor. „Sie steht für Kraft, Energie und Zuversicht in eine blühende Zukunft“, erklärt der freiheitliche Klubobmann Dieter Egger die Symbolik. Begrifflichkeiten, die auch den Wahlkampf der FPÖ für die Landtagswahl am 21. September auf den Punkt bringen sollen.     

„Wir werden einen sehr positiven, einen herzerfrischenden Wahlkampf führen“, so Egger bei der Präsentation der freiheitlichen Wahlkampflinie am Freitag. Denn: „Nur kritisieren ist zu wenig.“ Wobei der freiheitliche Landeschef viel auszusetzen hat an der regierenden ÖVP. Die habe in den vergangenen Jahren zu viel verwaltet und zu wenig gestaltet. Die Folgen seien Defizite im Bildungsbereich, eine zu hohe Arbeitslosigkeit und zu komplizierte Gesetze, die die Wirtschaft beschnitten.

Dem stellt Egger elf Zielvorstellungen „für ein blühendes Vorarlberg“ entgegen. Darunter relativ konkrete, etwa: „Ein Vorarlberg, das allen Menschen einen leistbaren Wohnraum sichert.“ Aber auch eher allgemeine Vorstellungen sind darunter. „Ein Vorarlberg, das ein faires Miteinander von Mensch, Tier und Umwelt lebt“, lautet eine davon.

Während des Wahlkampfes wollen Egger und sein Team diese Ziele konkretisieren. Es werde sowohl Maßnahmenpakete zu ihrer Erreichung geben, als auch konkrete Benchmarks, an denen man Erfolg oder Misserfolg ablesen könne. So will Egger die Anzahl der armutsgefährdeten Personen in Vorarlberg binnen fünf Jahren von 50.000 auf 30.000 senken. Eine Kombination aus arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, Kooperation mit der Wirtschaft und einer Vereinfachung der Verwaltung sollen dorthin führen. Nicht minder ambitioniert ist das Ziel, die Anzahl der Kinder mit zu geringen Deutschkenntnissen bis zum Schuleintritt „auf 0“ zu senken.

„Wir stellen uns mit messbaren Zielen diesem Wettbewerb“, erläutert Egger seine Wahlkampfstrategie. Und gibt zu, dass eine Umsetzung in der Landesregierung vorteilhaft wäre. „Klar ist: Diese Ziele sind für uns eine Bedingung für ein Regierungsprogramm.“ Mit wem er am liebsten koalieren würde? „Wir haben uns niemandem verweigert“, so Egger.

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