Weitere TBC-Fälle: Zwei Hirsche und ein Rind positiv

Vorarlberg / 13.06.2014 • 19:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Landesveterinär Greber bestätigt VN-Informationen zu weiteren TBC-Fällen im Land.

Schwarzach. (VN-mig) Die Nachricht kommt zu keinem guten Zeitpunkt. Mit dem Start in die Alpsaison sind in den TBC-Krisengebieten Klostertal und Silbertal zwei an Tuberkulose erkrankte Hirsche erlegt worden. Man habe eitrige Lymphknoten und Organveränderungen festgestellt. „Der Schnelltest hat den TBC-Verdacht bestätigt“, sagt Landesveterinär Norbert Greber zu den VN. Beide Tiere haben den Erreger in der Zwischenzeit auch in der Umgebung ausgeschieden. Da man aber nicht wisse, wo sich die Tiere in den letzten Wochen aufhielten, könne man keine entsprechenden Maßnahmen treffen. Es mache keinen Sinn mit einem Desinfektions-Trupp auszurücken, erklärt der Veterinär gegenüber den VN.

Bekannt ist, wo die Tiere erlegt wurden. Beim TBC-Hirsch im Klostertal spricht Greber von einer Höhe, wo er keinen Kontakt mit Alpvieh haben konnte. Zudem wurde das Tier einige Tage vor Beginn der Alpsaison geschossen. Anders die Situation im Silbertal, wo das bereits stark geschwächte Tier auf einer Talweide entdeckt wurde. Ob die beiden Hirsche weiteres Rotwild etwa an Fütterungsstellen angesteckt haben, ist eine von vielen offenen Fragen. Für Landesveterinär Greber bestätigen die beiden Fälle allerdings auch die Richtigkeit der getroffenen Maßnahmen, die eine drastische Reduzierung des Rotwildbestandes in den betroffenen Gebieten zum Ziel hat. Im Herbst müsse man dann wieder konsequent die Rinderbestände untersuchen, da Rotwild als Überträger der Tierseuche gilt. Immer wieder wurden zuletzt Höfe mit TBC-Verdachtsfällen gesperrt. Auch Kontakt-Betriebe waren von diesen Maßnahmen betroffen. Bei jüngsten Untersuchungen in einem der gesperrten Betriebe im Klostertal wurde jetzt ein weiterer TBC-Fall bekannt. „Bei einer Nachuntersuchung wurde ein Tier positiv getestet“, bestätigt Greber entsprechende VN-Informationen. Bei sieben weiteren Betrieben gibt es indes Entwarnung, so der Landesveterinär.

Bereits 160 Abschüsse

Jüngste Zahlen zeigen, dass die Jäger in den TBC-Krisengebieten die Rotwildbestände deutlich reduzieren. „Schon letzte Woche waren 160 Abschüsse gemeldet“, so Greber. Das sei für diese Jahreszeit eine sehr hohe Zahl.

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