In der Erde steckt viel Gutes

Vorarlberg / 15.06.2014 • 20:37 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Alles wächst und gedeiht prächtig. Auch Rudi Hämmerle ist mit dem zufrieden, was er aus der Erde herausholt.     Foto: VN/Hartinger
Alles wächst und gedeiht prächtig. Auch Rudi Hämmerle ist mit dem zufrieden, was er aus der Erde herausholt.     Foto: VN/Hartinger

Sonne und Regen im richtigen Verhältnis. Weil das heuer so ist, wächst alles prächtig.

Schwarzach. (VN-hk) Rudolf Hämmerle (78) kennt sich aus im Ried. Nicht verwunderlich. Seit Jahrzehnten sät, pflanzt und erntet der Lustenauer auf seinem Acker am Ende der Hofsteigstraße. Nicht immer hat er so viel Grund zur Freude wie in diesem Jahr. „Wir hatten bisher wirklich perfektes Wachswetter. Es kommt alles gut und üppig“, reibt sich Hämmerle die Hände. Nachsatz: „Natürlich ist die Saison noch lange nicht zu Ende. Ein Hagelwetter kann auf einen Schlag vieles kaputt machen. Aber daran wollen wir jetzt nicht denken.“

Warten auf Tomaten

Derweil ziehen Hämmerle und die anderen „Rieder“ alles aus der Erde, was gesund ist, schmeckt und Saison hat: zum Beispiel verschiedenste Salate, Kohlsorten, Zucchini oder Fenchel. Was Hämmerle besonders freut: Dieses Jahr werden auch die Kartoffeln gut. Letztes Jahr war es denen viel zu nass. In freudiger Erwartung sind die Freilandanbauer auch bezüglich Gurken und Tomaten. Die gedeihen derzeit prächtig, brauchen aber noch etwas Zeit bis zur Ernte. Ebenso die Bohnen – sowohl die Stangen- als auch Buschbohnen. „Insgesamt sind wir heuer mit allem zwei, drei Wochen früher dran als sonst“, bemerkt der erfahrene „Rieder“. Nachteil sei dies jedoch keiner. Hervorragend unterwegs sind auch Äpfel und Birnen. Auch da gilt natürlich: Bitte kein Hagel, denn das könnte die Vorfreude in wenigen Stunden zerstören. Nichts dagegen hätte Hämmerle, wenn es jetzt wieder einmal kräftig regnen würde. „Das könnten wir brauchen.“ Die Zufriedenheit der Gemüsebauern kann Harald Rammel (46), bei der Vorarlberger Landwirtschaftskammer für den Gemüseanbau zuständig, bestätigen.

Gefährliche Sporen

„An diesem Wachsjahr gibt es bisher nichts auszusetzen“, betont auch der Experte. „Wenn man bedenkt, wie es letztes Jahr mit der Nässe war, so läuft das heuer gut. Eine gewisse Zeit ohne Regen lässt sich auch aushalten, die meisten Gemüseanbauer, vor allem die Erwerbsbauern, haben ja Bewässerungsanlagen.“ Nicht angenehm wäre nach Meinung von Rammel eine länger andauernde Regenperiode. „Es sind derzeit die Sporen der Kraut- und Braunfäule herum. Die könnten sich bei länger andauernder Nässe auf den Blättern der Kartoffelpflanze einnisten und großen Schaden anrichten.“ Eine unmittelbare Gefahr ist dennoch nicht vorhanden.

Es wächst weiter

Auch das Wetter der kommenden Tage deutet nichts Besorgniserregendes an. Es bleibt überwiegend trocken mit etwas Sonne, aber nur mäßigen Temperaturen knapp über der 20-Grad-Marke. Regenschauer gibt es nur vereinzelt. Der Hochsommer macht derzeit eine kleine Pause. Das prächtige Wachstum hingegen nicht.

An diesem Wachsjahr gibt es bisher nichts auszusetzen.

Harald Rammel
In der Erde steckt viel Gutes

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