Pircher wieder bestätigt

Vorarlberg / 15.06.2014 • 19:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für Olga Pircher war die inzwischen sechste Wiederwahl als Frauenvorsitzende keine Überraschung.  FOTO VN/HGP
Für Olga Pircher war die inzwischen sechste Wiederwahl als Frauenvorsitzende keine Überraschung. FOTO VN/HGP

Die SPÖ-Landesfrauenvorsitzende wurde mit 100 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

feldkirch. (VN-hrj) Überraschung war es keine für die SPÖ, auch nicht für Olga Pircher selbst, dass sie an der Spitze der Vorarlberger Sozialdemokratinnen bleiben wird. Am Samstag wurde sie bei der Landeskonferenz in Feldkirch als Landesfrauenvorsitzende bestätigt, und zwar einstimmig.

Die 62-jährige Sozialdemokratin, die 1977 aus der Steiermark nach Vorarlberg übersiedelt ist, hat einige politische Ämter inne. Unter anderem ist sie Bezirksvorsitzende der SPÖ Bludenz, stellvertretende Landesparteivorsitzende, Mitglied des Landes- und Bundesparteivorstands, Mitglied des Bodenseerats. Seit elf Jahren steht sie an der Spitze der Vorarlberger SP-Frauen.

Mit der Landesfrauengeschäftsführerin Jeannette Greiter berichtete Olga Pircher über verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen, zum Beispiel zum Frauentag, zum Equal Pay Day oder zum Tag gegen Gewalt an Frauen. Außerdem präsentierte die Landesfrauenvorsitzende die Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit der Sozialdemokraten.
Unter anderem müsse die Einkommensschere zwischen Mann und Frau kleiner werden, bezahlte und unbezahlte Arbeit gerechter verteilt werden. Eine bessere Anrechnung der Kindererziehungszeiten für die Pension stehe genauso an wie der weitere Ausbau der Kinderbetreuung, vor allem der kostenlosen. Anstelle eines „bedarfsorientierten Ausbaus“ der Kinderbetreuungsplätze, wie es das Land beschlossen hat, wünscht sich Pircher einen „angebotsorientierten Ausbau“. Der Betreuungsplatz müsse bereits vorhanden sein, wenn der Bedarf entsteht, meint sie.

Als weitere Themenschwerpunkte nennt Pircher, dass mehr Frauen in Führungspositionen gehören sowie der Einsatz gegen Gewalt an Frauen verstärkt werden müsse.

Wahlsieg vorausgesagt

Nicht nur Pircher erhielt am Samstag 100 Prozent Zustimmung, sondern auch ihre Stellvertreterinnen Mirjam Fischer, Doris Zucalli und Barbara Draxler sowie der gesamte Frauenausschuss. Clubobmann Michael Ritsch, der am Freitag schon Pirchers Wahlsieg vorausgesagt hatte, gratulierte der Vorsitzenden und überreichte ihr den obligatorischen Blumenstrauß.

Bezahlte und unbezahlte Arbeit muss gerechter verteilt werden.

Olga Pircher

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