Walser fordert Einrichtung einer Schulombudsstelle

Vorarlberg / 22.06.2014 • 19:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Damit sich ungerecht behandelte Schüler und ihre Eltern wehren können. 

Wien. (VN) In diesen Tagen werden die „blauen Briefe“ versendet. Eine Zeit der Belastung für viele Schülerinnen und Schüler. „Viele von ihnen“, so glaubt der grüne Bildungssprecher im Nationalrat, Harald Walser (61), „fühlen sich in dieser Situation ungerecht behandelt“. Auch die Eltern wüssten oft nicht, wie sie sich wehren können. Deshalb fordert Walser die Schaffung von Schulombudsstellen in allen Bundesländern. In Wien gibt es diese bereits seit drei Jahren. Doch sie wurde mittlerweile in die Rechtsabteilung des Stadtschulrats eingegliedert, was zum Verlust der Unabhängigkeit führte.

Mit drei Personen besetzt

Die Schulombudsstelle müsse laut Walser als weisungsgebundene Einrichtung mit umfassenden Rechten wie z. B. der Akteneinsicht und Auskunftsrechten ausgestattet werden. „Um die ausreichende Erreichbarkeit und Begleitung der Schüler und Eltern zu gewährleisten, sollten die Schulombudsstellen mit zumindest drei Personen besetzt sein: einer Ombudsperson und zwei Mitarbeitern“, betont der Vorarlberger NR-Abgeordnete. Darüber hinaus müsse die Möglichkeit bestehen, auf vorhandene Einrichtungen und Expertisen in den Landesschulräten, im schulpsychologischen Beratungsdienst, auf Schulsozialarbeiter oder bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft zuzugreifen.
„Es ist schließlich im Interesse aller Beteiligten, dass das System sich weiter verbessert und in unmittelbaren Not- und Konfliktsituationen sofort und möglichst unbürokratisch geholfen werden kann.“

Eine Verbesserung des Systems ist im Interesse aller.

Harald Walser

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