Ein „Mitanand“ auch beim Bezirksmusikfest

Vorarlberg / 23.06.2014 • 20:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Burkhard Fink (2.v.l.) und seine fleißigen Mitarbeiter hoffen auf Interesse für ihre originellen Holzfiguren. Foto: Lebenshilfe

Burkhard Fink (2.v.l.) und seine fleißigen Mitarbeiter hoffen auf Interesse für ihre originellen Holzfiguren. Foto: Lebenshilfe

In Langenegg gehen Veranstalter und Lebenshilfe gemeinsame Wege.

Langenegg. (VN-mm) Nur „Mitanand“ wird ein Fest zum Fest: Das sagten sich die Organisatoren des 49. Bregenzerwälder Bezirksmusikfestes, das vom 26. bis 29. Juni in Langenegg über die Bühne geht, und haben den Freitagnachmittag unter das Motto des Miteinanders gestellt. Geboten wird ein abwechslungsreiches Programm für alle Musikbegeisterten. George Nussbaumer wird in Langenegg ebenso auf der Bühne stehen wie das Tanzhaus Hohenems, ein Gemeinschaftsprojekt der Turnerschaft Hohenems und der Lebenshilfe Vorarlberg, das tanzende Menschen mit und ohne Behinderung seit sieben Jahren vereint.

Mit dabei sind außerdem der Langenegger Schulchor sowie die „Blinden Musiker“ aus München. „In Langenegg hat das Gemeinschaftsgefühl einen hohen Stellenwert. Alle gehören zum Leben im Dorf dazu. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, dieses ‚Mitanand‘ auch beim Bezirksmusikfest zu leben“, sagt der Obmann des Musikvereins „Bergesecho“, Bruno Hirschbühl. So werden Gebärdendolmetscher auf der Bühne dafür sorgen, dass auch gehörlose Menschen den Liedtexten und der Moderation von Harry Prünster folgen können.

Damit möglichst viele Besucherinnen und Besucher am Freitagnachmittag (26. Juni, 14 Uhr) zum Bezirksmusikfest kommen, ist der Eintritt frei. Außerdem fängt das „Mitanand“ schon vor dem Fest an. Die Lebenshilfe und die Veranstalter haben gemeinsam elf Busse organisiert, die alle Interessierten kostenlos nach Langenegg bringen werden.

Maskottchen „Burki“

Übrigens: Das Maskottchen des Bezirksmusikfestes, der „Burki“, wurde in der Lebenshilfe-Werkstätte Langenegg hergestellt. Die Holzfiguren, benannt nach ihrem Erfinder Burkhard Fink, werden beim Fest versteigert, der Erlös kommt Renate Helbock zugute, die in ihrer Lautsprache eingeschränkt ist und daher einen Sprachcomputer benötigt, um mit anderen Menschen kommunizieren zu können.