Unfälle durch Vorbeugung vermeiden

Vorarlberg / 23.06.2014 • 20:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dornbirner Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie mit dem Drahtesel umzugehen wissen. Foto: Hartinger
Dornbirner Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie mit dem Drahtesel umzugehen wissen. Foto: Hartinger

Initiative „Sicheres Vorarlberg“ zieht Bilanz: Prävention ist mehr denn je ein Gebot der Stunde.

Dornbirn. (ha) Seit über 15 Jahren bemüht sich „Sicheres Vorarlberg“ durch intensive Aufklärungsarbeit die Zahl der Unfälle in Grenzen zu halten. Auch wenn sich die Erfolge der Arbeit nicht in Zahlen ausdrücken lassen, steht fest, dass Prävention wirkt, dass Leid verhindert werden kann. Vor allem dann, wenn alle an einem Strang ziehen, von den Gemeinden über Schulen und Kindergärten bis zu Vereinen und Pflegeeinrichtungen. Das ist in Vorarlberg der Fall.

Franz Rein von „Sicheres Vorarlberg“ legte gestern die Bilanz 2013 vor. Vom vierköpfigen Team wurden nicht weniger als 600 Veranstaltungen durchgeführt oder mitorganisiert. Insgesamt wurden 32.000 Menschen aller Altersstufen direkt angesprochen, um 7000 mehr als im Jahr zuvor. Mehr als zufrieden ist Rein mit dem Engagement der Gemeinden: „81 der 96 Kommunen des Landes beteiligen sich aktiv an den Präventionsmaßnahmen.“ Nicht ohne Grund, so Mag. Eugen Hartmann vom Gemeindeverband: „Wir alle profitieren von der breiten Palette der Angebote, die uns zur Verfügung gestellt werden.“

Hinter die Arbeit von „Sicheres Vorarlberg“ stellt sich auch Landesrat Christian Bernhard: „Mit dieser Initiative unter Leitung von Franz Rein haben wir einen bewährten Partner in unseren Bemühungen, Unfälle möglichst zu verhindern.“

Unterstützt wird die professionelle Präventionsarbeit auch von der AUVA. Der Unfallversicherer weiß aus Erfahrung, dass mit Vorbeugung nicht früh genug begonnen werden kann, so Ing. Wolfgang Boesau von der Landesstelle Salzburg.

Vom Kleinkind zum Senior

In Vorarlberg wurden letztes Jahr neben Pflegepersonal, Lehrern,Trainern und anderen Interessierten auch Kindergartenpädagoginnen speziell ausgebildet, in 42 Gemeinden erfuhren mehr als 3400 Kindergartenkinder, wie Unfälle vermieden werden können. Nach wie vor wird auch größter Wert auf die Erhaltung der Mobilität älterer Menschen durch Sturzprävention gelegt. Laut Rein geht es dabei vor allem darum, die Seniorinnen und Senioren zu motivieren, entsprechende Übungsprogramme zu einem Teil des Alltags zu machen. Aus gutem Grund: 2012 mussten fast 1500 Menschen über 65 nach Stürzen stationär behandelt werden.

Daneben beobachten Franz Rein und sein Team das Freizeitverhalten der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger. Nicht verborgen bleibt den Experten, dass sich die rasante Zunahme von Fahrrädern mit E-Motor in der Unfallstatistik entsprechend niederschlägt.

Dornbirner Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie mit dem Drahtesel umzugehen wissen. Foto: Hartinger
Dornbirner Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie mit dem Drahtesel umzugehen wissen. Foto: Hartinger

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