Keine Hoffnung mehr auf besseres Leben

Vorarlberg / 26.06.2014 • 22:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die VN berichteten am 5. April.
Die VN berichteten am 5. April.

Siebeneinhalb Jahre Haft für 40-Jährigen, der im April die Sparkasse in Feldkirch-Altenstadt überfiel.

Feldkirch. (VN-gs) Am 4. April dieses Jahres schlug der 40-Jährige zu. Zu groß war der Schuldendruck der Gläubiger, den ihm seine Spielsucht eingebrockt hatte. „Ich habe eine Familie, drei Kinder und drei Stiefkinder. Für sie alle habe ich ein besseres Leben erhofft“, war noch eine weitere Begründung
des Mannes, der sich gestern am Landesgericht Feldkirch verantworten musste. Angeklagt wegen schweren Raubes. Und schließlich verurteilt zu siebeneinhalb Jahren Haft. Damit war die Hoffnung auf ein besseres Leben zerstört.

Kundin im Würgegriff

Als er damals den Schalterraum der Sparkasse in Feldkirch-Altenstadt stürmte, bedrohte er einen Schalterbeamten mit einem 20 Zentimeter langen Messer und ließ sich von ihm 18.000 Euro aushändigen. Und nicht nur das: Er nahm eine Bankkundin in den Würgegriff. Für das Gericht fiel das in die Kategorie „Geiselnahme“. Das wirkte sich zusätzlich erschwerend für die Strafbemessung aus, auch wenn der 40-Jährige von Beginn an reumütig sämtliche Anklagepunkte gestanden hatte und vorher unbescholten war.

Bei seiner Flucht aus der Bank wurde der Räuber von mehreren Zeugen beobachtet. Hinweise führten die Fahnder schließlich zu einem Lokal in Feldkirch, wo sie den Mann verhafteten.

Seine Spielsucht und Schulden als treibende Kraft seines Verbrechens sah Richter Peter Mück nicht als Milderungsgrund an: „Wenn alle Vorarlberger, die Schulden haben, gleich eine Bank überfallen würden, müsste man mehr Banken in Vorarlberg bauen.“ Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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