Zwei Power-Frauen an der Spitze

Vorarlberg / 29.06.2014 • 19:49 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
 Sabine Scheffknecht wird sich
 Sabine Scheffknecht wird sich “eine dicke Haut zulegen”.    

NEOS wollen unbedingt den Einzug in den Landtag erreichen. Die Landesliste steht jetzt.

bregenz. (VN-hrj) Viel geschwitzt wurde im Veranstaltungsraum des Hotels Lamm in Bregenz, in dem die NEOS am Samstag ihre Mitgliederversammlung abhielten. Ursache für die Schweißperlen war nicht das Programm, sondern die hochsommerliche Temperatur.

Wichtigster Programmpunkt der Versammlung war die Reihung der 25 Landtagswahlkandidaten, welche die etwa 200 anwesenden Mitglieder von NEOS Vorarlberg im Rahmen einer geheimen Abstimmung vornahmen.

Scheffknecht und Pointner

Zur Spitzenkandidatin wurde Sabine Scheffknecht gekürt – sowohl vom Vorstand als auch von den Mitgliedern. Auch auf dem zweiten Listenplatz steht eine Frau: die PR-Beraterin Martina Pointner. Auf den Plätzen 3 bis 5 folgen Daniel Matt, Günter Meusburger und Mathias Scheyer. Scheyer wurde überdies zum stellvertretenden Landessprecher der NEOS gewählt.

„Ich bin tief bewegt“, kommentiert Scheffknecht ihre Nominierung. Die 36-jährige Betriebswirtin und Mutter zweier Kinder aus Lustenau ist seit März Sprecherin der NEOS-Landesorganisation,

nachdem ihr Vorgänger Chris Alge die Partei nach internen Kontroversen verlassen hat. „Im November war ich noch NEOS-Sympathisantin und hätte nicht daran gedacht, Spitzenkandidatin zu werden.“

Scheffknecht sagte, ihr sei bewusst, als Spitzenkandidatin eine große Verantwortung zu übernehmen, freue sich jedoch sehr auf die Herausforderung, NEOS als ernstzunehmende Kraft im Land zu etablieren. Bewusst sei ihr auch, „mich daran gewöhnen zu müssen, mir eine dicke Haut zuzulegen“.

Klares Wahlziehl

Der NEOS-Bundesvorsitzende Matthias Strolz (41) beschrieb in seiner Ansprache die NEOS als „entschlossenste Erneuerungskraft, die es seit 1945 gegeben hat“ und betonte einmal mehr, keine Abspaltungspartei zu sein. Er forderte die NEOS-Mitglieder auf, die Kernwerte der Partei – Eigenverantwortung, Freiheitsliebe und Nachhaltigkeit – zu beherzigen. „Positives geht vor Negatives“, betonte Strolz. Zum Beispiel „antworten wir auf Schmutzkübelkampagnen nicht mit Schmutzkübeln“.

Weiters appellierte der Parteigründer an seine Mitstreiter, ihre Energie auf die Kernthemen der Partei zu lenken. Dazu zählt nach wie vor die Bildung. „Ich halte es nicht aus, dass Schuldirektoren nach dem Parteibuch bestellt werden“, regte er sich auf. Im Übrigen gehören in den Mittelpunkt die Schüler und deren Talente gerückt. Deshalb fordere er auch unter anderem, dass Privatschulen den konventionellen Schulen gleichgestellt werden müssen.

Optimistisch äußerte sich Strolz zum Landtagswahlziel der NEOS: „Wir haben uns entschlossen, ins Landesparlament einzuziehen, und das wird uns gelingen.“

Hartes Stück Arbeit

Die Erstellung der Wahlkreislisten erfolgt nun in den nächsten Tagen. Die kommenden Wochen stehen ganz im Zeichen des Wahlkampfs. „Nach Abschluss der Vorwahlen werden wir uns nun darauf konzentrieren, den Menschen unsere Ideen für Vorarlberg näherzubringen“, erklärte Sabine Scheffknecht.

Vor den NEOS liege nun ein hartes Stück Arbeit, „aber wir sind alle hochmotiviert und werden alles daran setzen, unser Land positiv mitzugestalten.“

Auf Schmutzkübelkampagnen antworten wir nicht mit Schmutz­kübeln.

Matthias Strolz

NEOS Landesliste

1. Sabine Scheffknecht

2. Martina Pointner

3. Daniel Matt

4. Günter Meusburger

5. Mathias Scheyer

6. Rupert Burtscher

7. Doris Hager-Hämmerle

8. Horst-Werner Schneider

9. Mathias Gehrer

10. Akiko Natter-Kubo

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