3000 Euro für gebrochene Nase

Vorarlberg / 30.06.2014 • 22:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Vor Gericht ein Dauer­brenner – Lokalbesuch und Gewalt ohne ersichtlichen Grund.

Feldkirch. Discobesuch, Alkohol, ein Wort gibt das andere und zurück bleibt ein Gast mit gebrochener Nase oder sonst schweren Verletzungen. Im Nachhinein kann sich keiner an die Ursache der Auseinandersetzung erinnern, ein bisschen Rempeln und schon fliegen die Fäuste. Ist das Nasenbein verschoben, wird es in der Regel operiert, je nach Komplikation können Folgen wie schlechtere Luftzufuhr oder Schmerzen zurückbleiben.

Nicht selten sind es völlig Unschuldige, die betroffen sind. Sie wollten nur ein wenig Spaß und waren zur falschen Zeit am falschen Ort. So auch der 19-jährige Lehrling, der an einem Wochenende im April dieses Jahres im K-Shake war.

Sinnlose Gewalt

Der Angeklagte ist 21, unbescholten und verdient als Arbeiter ganz gut. Auch er war an jenem Wochenende im K-Shake. Als er sich den Weg in einen anderen Raum durch die Menge bahnte, kam es offensichtlich zu einer Schubserei. „Ich wurde zuerst geschlagen“, behauptet der Beschuldigte. Zeugen können aber bestätigen, dass dem nicht so war, sondern der 21-Jährige seinem Kontrahenten im Zorn einen Kopfstoß verpasste. „Warum immer gleich so aggressiv“, will Richter Peter Mück, der regelmäßig mit derartigen Vorfällen konfrontiert ist, wissen. Der Beschuldigte bleibt die Antwort schuldig.

Hohe Kosten

Wegen schwerer Körperverletzung wird der junge Mann zu 3000 Euro Strafe verurteilt. Die Hälfte wird bedingt nachgesehen, 1500 Euro muss der bislang Unbescholtene, der den Kopfstoß zugegeben hat, bezahlen. Zudem schuldet er dem Opfer 500 Euro Teilschmerzensgeld. Mück empfiehlt, sich so schnell wie möglich mit dem Opfer an einen Tisch zu setzen und auszuverhandeln, was sonst noch an Entschädigung zu leisten ist. Im Falle eines Zivilverfahrens wird es sonst noch teurer. Auch die Krankenkasse wird sich die Kosten für die Operation und weitere Behandlung holen.

Der junge Mann akzeptiert das Urteil, es ist rechtskräftig, weil auch die Staatsanwaltschaft einverstanden ist.

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