Hitzige Demokratiedebatte

Vorarlberg / 08.07.2014 • 19:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
SVP-Politiker Roland Büchel erntete nicht nur Zustimmung.  Foto: HB
SVP-Politiker Roland Büchel erntete nicht nur Zustimmung. Foto: HB

Im Haus der Generationen prallten Weltsichten aufeinander.

götzis. (VN-stm) Gegen Ende wurde es den beiden Damen dann doch etwas zu bunt. „Ich verwehre mich gegen diese abschätzige Haltung gegenüber unseren Landtagsabgeordneten“, warf die eine Armin Amann, dem Sprecher von „Mehr Demokratie Vorarlberg“, entgegen. Und die andere attackierte den Schweizer SVP-Abgeordneten Roland Büchel wegen seiner harschen Kritik an der EU.

Dabei hatte alles so harmonisch angefangen. Zu einem Infoabend hatte die Initiative „Mehr Demokratie“ geladen. Amann stellte zu Beginn die zahlreichen Vorteile des Schweizer Demokratiemodells vor. „Unsere Forderung: Wer zahlt, entscheidet“, brachte er seine Botschaft auf den Punkt. Flankiert wurde er vom Schweizer Nationalrat Roland Büchel. „Es ist umzusetzen, was das Volk will“, antwortete er auf die Frage, wie sich die direkte Demokratie für den einzelnen Politiker anfühle. Dazu gehöre eben auch, dass man vom Wähler abgestraft werde, wenn man seinen Willen ignoriere. Wobei Büchel als entscheidende Qualität der Schweiz nicht die direkte Demokratie, sondern den Föderalismus lobte.

Schwere Geschütze fuhr der Politiker gegen die EU auf, die er als aufgeblähten Beamtenapparat und Demokratie-Verhinderer darstellte. Teile des Publikums goutierten diese Ansicht gar nicht, andere unterstützen Büchel hingegen lautstark. Veranstalterin Evelyn Böhler nahm’s sportlich: „Jeder hat ein Recht auf eine eigene Meinung. Das ist direkte Demokratie.“