„Innsbruck ist gut im Rennen“

Vorarlberg / 22.07.2014 • 19:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
„Im ORF-Landesstudio Dornbirn wird gute Arbeit geleistet“: VN-Gast Alexander Wrabetz (l.) mit VN-Chefredakteurin Verena Daum-Kuzmanovic und Landesdirektor Markus Klement.  Foto: VN/Hofmeister
„Im ORF-Landesstudio Dornbirn wird gute Arbeit geleistet“: VN-Gast Alexander Wrabetz (l.) mit VN-Chefredakteurin Verena Daum-Kuzmanovic und Landesdirektor Markus Klement. Foto: VN/Hofmeister

Song Contest geht am 23. Mai 2015 über die Bühne. Innsbruck hat dabei „gute Karten“.

Schwarzach. (VN-tw) Dies betonte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz als VN-Gast im Rahmen eines Gesprächs in der VN-Redaktion in Schwarzach. Ob das Nachbarland Tirol schlussendlich zum Austragungsort für das Großspektakel werden wird, soll bis Ende Juli oder Anfang August dieses Jahres geklärt sein. Derzeit stünden die drei Landeshauptstädte Wien, Graz und Innbruck zur Debatte und würden um das Großevent wetteifern, meinte Wrabetz.

„Professionelles Konzept“

Im Hinblick auf das Ranking der Städte hätten die Innsbrucker „ein sehr professionelles Konzept“ auf den Tisch gelegt und es herrsche in Tirol eine große Bereitschaft des Landes und der Landeshauptstadt „in dieser Frage an einem Strang zu ziehen“, sagte der ORF-General vor VN-Chefredakteurin Verena Daum-Kuzmanovic und ORF-Landesdirektor Markus Klement. Mit den jeweiligen Entscheidungsträgern der Städte seien gerade in den letzten Tagen Gespräche geführt worden. „Nun erhalten sie eine ergänzende Fragenliste. Dabei geht es vor allem um die Abklärung, welche Infrastruktur die jeweilige Stadt zur Verfügung stellen kann.“

Prüfer mit gutem Zeugnis?

Wobei für Wrabetz eines bereits jetzt schon feststeht: „Die Hallen in Innsbruck, Graz und Wien erfüllen unsere Anforderungen. Deshalb konnten wir bereits jetzt den 23. Mai nächsten Jahres als Fixtermin festlegen. Der Song Contest wird also in einer dieser drei Hallen stattfinden.“ Auch zum Inhalt eines (noch nicht vorliegenden) Abschlussberichts eines von Prüfern des Bundesrechnungshofes verfassten Berichts bezog der ORF-General Stellung. Die Rechnungsprüfer hatten bekanntlich sämtliche Landesstudios der Alpenrepublik unter die Lupe genommen, darunter auch jenes von Landesdirektor Klement in Dornbirn. Noch liege zwar kein Rohbericht vor, betonte Wrabetz vor Klement. „Aus ersten Besprechungen geht hervor, dass im Landesstudio Vorarlberg die Dinge recht gut gemacht werden.“ Landesdirektor Klement habe in den letzten zweieinhalb Jahren „sehr viel an Veränderungen durchgeführt“. Dies habe zu einer Effizienzsteigerung geführt, die auch der Prüfbericht zum Ausdruck bringt.

Landesstudio in Vorreiterrolle

Darüber hinaus, so Wrabetz, würden die getroffenen Maßnahmen im hiesigen Landesstudio auch vom Küniglberg aus beobachtet. „Dornbirn könnte durchaus zum Modell für andere Landesstudios werden.“ Stichwort Küniglberg: Wie weit ist eigentlich der Umbau des ORF-Zentrums gediehen? Wrabetz: „Es handelt sich um ein sehr komplexes Projekt. Nach dem Sommer wird eine Auswahl getroffen, welcher Architekt das multimediale Medienzentrum errichten wird. Erstmals in der Geschichte des ORF würden dort TV, Online und Radio in Wien an einem Standort produziert.“ Personalabbau spiele keine Rolle. „Wir wollen künftig mit der gleichen Mitarbeiterzahl mehr Plattformen bespielen und Inhalte bieten.“

Im Prüfbericht kommen effizienzsteigernde Maßnahmen im Landesstudio zum Ausdruck.

Alexander Wrabetz, ORF