Polizei fasst Serieneinbrecher

Vorarlberg / 03.08.2014 • 22:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Mehrere geklaute Fahrräder konnten sichgestellt werden. Vorsicht vor Urlaubseinbrechern.  

Schwarzach. In der Nacht auf Sonntag konnten Polizisten insgesamt vier mutmaßliche Profi-Einbrecher in Rankweil und Hohenems dingfest machen. Ein weiterer Täter ist derzeit noch flüchtig. Die Männer hatten es besonders auf hochwertige Fahrräder abgesehen. Sie sollen sich seit mindestens 31. Juli 2014 in Vorarlberg aufgehalten und in unterschiedlichen Beherbergungsbetrieben genächtigt haben. Laut Polizei besteht der begründete Verdacht, dass die Täter auch gemeinsam auf Diebestour waren. Bei den Festgenommenen konnten mehrere Räder sichergestellt werden, die aber zum Teil noch keinem Besitzer zugeordnet werden konnten.

In Vorarlberg wurden in letzter Zeit Einbruchsserien bekannt, bei denen hochwertige Räder aus verschlossenen Kellerräumlichkeiten gestohlen worden sind. Die Polizei ersucht die Bevölkerung daher, verdächtige Beobachtungen zu melden und im eigenen Haus nachzuprüfen, ob mögliche Einbrüche und Diebstähle eventuell noch nicht bemerkt wurden. Die Einbrecher warten meist bis eine Tiefgaragentür geöffnet wird oder versuchen mit banalen Ausreden an der Gegensprechanlage in ein verschlossenes Mehrfamilienhaus zu gelangen.

In der Urlaubszeit haben ungebetene Gäste ohnehin Hochsaison. Gerade verwaist wirkende Häuser oder Wohnungen sind ein gefundenes Fressen für dreiste Einbrecher, warnt Franz Rein von der Initiative Sicheres Vorarlberg. Das Bewusstsein, sein Hab und Gut während einer Abwesenheit zu schützen, scheint in Vorarlberg allerdings nicht besonders ausgeprägt. „Die meisten kommen erst hinterher“, sagt Herbert Humpeler, Leiter des Kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes. Dabei lassen sich die dunklen Gestalten mit relativ einfachen Mitteln fernhalten. „Gut wäre, wenn sich jemand um das Haus oder die Wohnung kümmert, während die Besitzer im Urlaub sind“, nennt Humpeler ein praktikables Beispiel. Damit verhindert man überquellende Briefkästen oder sich stapelnde Post vor der Haustüre, die den Ganovenappetit bekanntlich besonders nähren. Um Dieben ihr Handwerk nicht auch noch zu erleichtern, sollten Leitern, Tische und Sessel für die Dauer des Urlaubs weggeräumt werden. Keinesfalls schützt der Glaube, dass es in der eigenen Wohnung ohnehin nichts zu holen gibt. Im Rahmen der Täterstudie des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) wurden inhaftierte Einbrecher befragt, nach welchen Kriterien sie ihr Objekt auswählen. Dabei stellte sich heraus, dass nur 30 Prozent der Einbrecher ihre Taten planen, der Rest entscheidet sich spontan zum Begehen einer Straftat.

Wer sein Fahrrad auf den Fotos erkennt, kann sich bei der Polizei Dornbirn melden: Tel. 059-133-8140.
Wer sein Fahrrad auf den Fotos erkennt, kann sich bei der Polizei Dornbirn melden: Tel. 059-133-8140.

Wer sein Fahrrad auf den Fotos erkennt, kann sich bei der Polizei Dornbirn melden: Tel. 059-133-8140.
Wer sein Fahrrad auf den Fotos erkennt, kann sich bei der Polizei Dornbirn melden: Tel. 059-133-8140.

Tipps

» Sämtliche Türen, Fenster und Schächte gut versperren.

» Keine Angaben zum Urlaub auf dem Anrufbeantworter oder Internetportalen machen. 

» Keine Wohnungs- oder Hausschlüssel verstecken. Diese vermeintlich sicheren Orte kennen gefuchste Täter schon lange.

» Nachbarn bitten, die Rollläden zu öffnen und zu schließen, damit das Objekt einen bewohnten Eindruck macht.

» Spezielle Fensterbeschläge in Verbindung mit absperrbaren Fenstergriffen erhöhen den Einbruchsschutz. Einbruchmeldeanlagen immer vom Fachmann installieren lassen.

Weitere Infos zu Einbrüchen beim Kriminalpolizeilichen Beratungsdienst, Tel. 059133-803750