Lauterach prüft zwei weitere Straßenvarianten

Vorarlberg / 05.08.2014 • 19:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lauterach prüft zwei weitere  Straßenvarianten

Bis Anfang Oktober sollen die nächsten Schritte in Sachen L3-Verlegung gesetzt sein.

Lauterach. (VN-ger) Lauterach hat ein Problem, ein Verkehrsproblem. Ein Mehr an Verkehr musste die Gemeinde bereits mit der Eröffnung des Autobahnanschlusses Wolfurt/Lauterach schlucken. Weiter verschärft hat sich die Situation laut Bürgermeister Elmar Rhomberg durch die Inbetriebnahme der zweiten Pfändertunnel-Röhre im Vorjahr.

Wunder Punkt: Die Kreuzung beim Achpark. Die Folgen: Stau, Schleichverkehr durchs Ortsgebiet und eingeschränkte Busverbindungen. Ein Ausbau der bestehenden Straße wird nach den Grund­ablösegesprächen als chancenlos gesehen. Die Lösung und Bestvariante aus dem Planungsprozess daher: Die Verlegung der Harderstraße/Hofsteigstraße (L3) in die Dammstraße (siehe Grafik). Bislang fehlte dazu allerdings das klare Bekenntnis des Landes, beklagte der Bürgermeister noch im Dezember des Vorjahres. Doch nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen.

„Es haben Gespräche mit Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser stattgefunden. Beim Verkehrsplanungsbüro Besch und Partner wurden nochmals zwei Varianten in Auftrag gegeben“, informiert Rhomberg. Unter anderem müsse geprüft werden, ob die Kurvenradien funktionieren und ob diese mit der Straßenverkehrsordnung kompatibel sind.

Noch im August

Der Gemeindechef geht davon aus, dass die Ergebnisse der Verkehrsplaner noch im August in Lauterach eintreffen und bis spätestens Anfang Oktober mit dem Land Klarheit über die weitere Vorgangsweise geschaffen werden kann. Anschließend sollen die Gespräche mit den Grundbesitzern gesucht werden. „Es braucht einen Flächentausch“, erläutert Rhomberg.

Besserer Busverkehr

Mit der Verlegung der Straße könnte auch der Norden der Gemeinde endlich an den öffentlichen Busverkehr angeschlossen werden – das war bislang aus Staugründen nicht möglich. Außerdem möchte man sich damit für das geplante Riedstraßen-Projekt und den dadurch zu erwartenden Mehrverkehr rüsten. Auf der gegenüberliegenden Seite hat sich Lauterach mit dem Haus Achstraße 1 bereits Flächen für einen Kreuzungsumbau gesichert. Künftig würde die Blechlawine dort auf drei Spuren aufgefächert werden.

Für eine Verbesserung der Situation an den Lauteracher Hauptverkehrswegen setzt sich auch die parteiunabhängige Initiative „Lebenswertes Lauterach“ ein: „Der starke Verkehr führt zu einem Verlust an Lebensqualität für die Anrainer dieser Straßen und für die Einwohner von Lauterach“, fordern die Mitglieder Maßnahmen ein.

Beim Verkehrsplanungsbüro wurden nochmals zwei Varianten in Auftrag ge­geben.

Elmar Rhomberg

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.