Mehr Geld vom Bund für Kleinkindbetreuung

Vorarlberg / 07.08.2014 • 19:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Auch in Personal und verlängerte Öffnungszeiten soll investiert werden.

Dornbirn. (VN-mm) Die Kleinen im KiCa am Campus Dornbirn ließen sich durch den hohen Besuch nicht stören. Munter gingen sie ihrem unbeschwerten Spiel nach, während LR Greti Schmid gemeinsam mit Familienministerin Sophie Karmasin die neuen Pläne zum Ausbau der Kinderbetreuung präsentierte. Aus dem vom Bund zur Verfügung gestellten 305-Millionen-Euro-Topf lukriert Vorarlberg 14 Millionen Euro. Geld, welches das Land vor allem in die Erweiterung der Kleinkindbetreuung, die Verlängerung der Öffnungszeiten sowie mehr Personal investieren will. Maximal fünf Wochen im Jahr sollen die Einrichtungen geschlossen sein. Dieser Passus wird laut Schmid auch in die Förderrichtlinien aufgenommen.

Standortbindung

ÖVP-Familienministerin Sophie Karmasin sprach von der größten Ausbau-Offensive, die der Bund je gestartet habe. Besonders bei der Betreuung der 0- bis 3-Jährigen sieht sie Nachholbedarf. Die derzeitige Quote von 25 Prozent soll auf mindestens 33 Prozent gesteigert werden. Finanzmittel gibt es aber auch für Kampagnen, die mehr Männern den Beruf des Kindergartenpädagogen schmackhaft machen.

Von privater Seite zur Verfügung gestellte Kinderbetreuungseinrichtungen dürfen sich künftig ebenfalls über Zuschüsse freuen. So hat etwa die Prisma Unternehmensgruppe bereits fünf überbetriebliche Kinderbetreuungseinrichtungen realisiert. „Denn“, so Vorstand Bernhard Ölz, „Standortbindung heißt auch in Kinder­betreuung investieren.“

Mehr als verdoppelt

Im vergangenen Jahr hatten 5134 Mädchen und Buben einen Platz in Spielgruppen, Kleinkinderbetreuungen oder bei Tageseltern. Für 9187 Schulkinder gab es eine Schülerbetreuung. Die Ausgaben dafür haben sich seit 2009 mehr als verdoppelt und sind von 5,6 auf 12,4 Millionen Euro gestiegen.

Greti Schmid, die bekanntlich nicht mehr in der neuen Landesregierung sitzen wird, betonte einmal mehr, es müsse gewährleistet sein, dass für alle, die es brauchen, in vertretbarer Entfernung eine qualitativ hochwertige, leistbare, ganztägige und ganzjährige Betreuung zur Verfügung stehe. Der Bedarf wird jährlich von den Gemeinden erhoben. Als Herausforderung wurde der ländliche Bereich bezeichnet.

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