Baustart für Dornbirner Sägerbrücke wackelt

Vorarlberg / 11.08.2014 • 20:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Baustart für Dornbirner Sägerbrücke wackelt

Vergabeverfahren für 6,5-Millionen-Euro-Projekt in Dornbirn immer noch nicht abgeschlossen.

Dornbirn. (ha) Noch diesen Herbst soll mit dem Neubau der Sägerbrücke über die Dornbirner Ache begonnen werden. Im Landesstraßenbauamt ist man nach wie vor guter Dinge, dass der vor zwei Jahren festgelegte Termin eingehalten werden kann. Sicher ist es nicht, denn die Angebotsprüfung ist immer noch nicht abgeschlossen. Jetzt drängt die Zeit.

DI Johann Siemayr von der Abteilung Straßenbau kann einen Baubeginn noch dieses Jahr weder bestätigen noch dementieren: „Wir sind bemüht, heuer noch zu beginnen.“ Wenn die Vorbereitungen allerdings nicht so laufen wie gewünscht, kann er eine Verschiebung um ein Jahr nicht ausschließen. Tatsache ist, dass wenige Wochen vor dem geplanten Baustart noch keine Vergaben von Bauarbeiten erfolgt sind und die Verhandlungen nach wie vor laufen. Über den Grund der Verzögerung will man sich nicht äußern. Eine Verschiebung um wenige Monate ist nicht möglich, da wegen Hochwassergefahr nur im Winter gebaut werden kann.

Eine der größten Baustellen

Beim Projekt, das neben dem Neubau der rund 50 Jahre alten Sägerbrücke unter anderem auch den Umbau der gefährlichen Kronenkreuzung umfasst, handelt es sich um das größte Straßenbauvorhaben der letzten Jahre in Dornbirn. Entsprechend lange wurde es vorbereitet. Um ein Verkehrschaos während der Bauarbeiten zu vermeiden, wurde beschlossen, die Brücke in zwei Bauetappen zu erneuern: In der ersten Phase wird ein Teil abgebrochen und neu gebaut, ein Jahr später ist die andere Hälfte an der Reihe.

Die neue Brücke wird doppelt so breit wie das bestehende Bauwerk. Es gibt nicht nur vier Fahrspuren für den motorisierten Verkehr, sondern auch viel Platz für Radfahrer und Fußgänger auf teils abgehobenen Flächen. Außerdem werden alle Busstationen der engeren Umgebung auf die Brücke verlagert. Das bringt wesentliche Erleichterungen beim Umsteigen von einer Linie auf die andere.

Den Löwenanteil der Kosten für den Streckenabschnitt der L 190 zwischen Einmündung Sägerstraße bis zum Hotel Krone samt Brückenneubau trägt das Land. Die Stadt Dornbirn ist für gewisse kleinere Anbindungen und Gestaltungsmaßnahmen zuständig.

Im Zuge der Vorbereitung für den Brückenneubau wurde in den letzten Monaten das Bett der Dornbirner Ache vertieft, um die Überflutungsgefahr bei großen Hochwasserereignissen in Grenzen zu halten. Gleichzeitig wurden die Ufermauern saniert. Diese Arbeiten sind immer noch nicht abgeschlossen.

Die Sanierung der Ufermauern läuft nach wie vor.  foto: hagen
Die Sanierung der Ufermauern läuft nach wie vor. foto: hagen

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