Parteien in sozialen Medien zurückhaltend

Vorarlberg / 11.08.2014 • 20:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Facebook-Profile der Spitzenkandidaten zur Vorarlberger Landtagswahl. Fotos: Facebook 
Facebook-Profile der Spitzenkandidaten zur Vorarlberger Landtagswahl. Fotos: Facebook 

Bescheidene Social-Media-Anstrengungen der Vorarlberger Parteien.

wien, bregenz. (APA, stm) Die Bedeutung sozialer Medien für Wahlkampagnen ist spätestens seit der amerikanischen Präsidentenwahl 2008 offensichtlich. Wahlkampfmanager bespielen Facebook, Twitter und YouTube heutzutage ebenso selbstverständlich, wie sie früher Zeitungen, Radio- oder Fernsehstationen mit bestimmten Informationen und Schnipseln versorgt haben.

Nicht alle zugänglich

Gemessen an dem, was in modernen Wahlkämpfen heutzutage als „State of the Art“ gilt, präsentiert sich der Landtagswahlkampf einigermaßen altbacken. Die Spitzenkandidaten sind zwar allesamt auf Facebook vertreten. Twitter fristet hingegen ein Schattendasein, und auch YouTube wird einigermaßen stiefmütterlich behandelt. Und: Nicht alle der Facebook-Profile sind auch öffentlich zugänglich.

Landeshauptmann Markus Waller (ÖVP) und SPÖ-Chef Michael Ritsch kann problemlos folgen, wer will. Dem grünen Klubobmann Johannes Rauch muss man hingegen ebenso eine Freundschaftsanfrage schicken, wie Neos-Spitzenkandidatin Sabine Scheffknecht. FP-Chef Dieter Egger verfügt gleich über zwei Profile: Sein eigenes, privates Profil ist nicht öffentlich zugänglich. Das zweite, direkt mit der Parteiseite verlinkte Profil hingegen schon.

Egger vor Ritsch

Social Media-“König“ ist dabei Egger. Rund 8400 Facebook-Freunde kann seine private Seite derzeit aufweisen, noch einmal 3400 kommen auf der offiziellen Parteiseite dazu. Ritsch belegt mit 5000 Fans den zweiten Platz. Wallner kommt auf immerhin 4500 Facebook-Freunde.

Populärste Partei ist die Vorarlberger Volkspartei mit rund 2300 Likes. Auf den Plätzen folgen die Neos (1600), die Grünen (1400) und die SPÖ (unter 1000). Die Freiheitlichen würden auch diese Rangliste anführen, haben ihre Parteiseite aber zu einer zweiten „Dieter Egger“-Fanseite umgemodelt.

Geboten bekommen die Freunde und Fans eher leichte Kost. Größtenteils handelt es sich um Presseaussendungen und Fotos von öffentlichen Terminen. Auch Privates ist dabei: Der Landeshauptmann lässt sich auch mal volksnah beim Wandern ablichten, Michael Ritsch posiert mit seiner frischgebackenen Ehefrau. Egger setzt in Wort und Bild auf den Faktor Heimat. Immerhin lässt sich Grünen-Chef Rauch gelegentlich zu spitzfindigen Bemerkungen hinreißen.

Twitter nicht präsent

Faktisch keine Rolle spielt Twitter. Wallner und Ritsch sind noch nicht einmal vertreten bei dem Kurznachrichtendienst. Lediglich Egger „zwitschert“ fleißig mit – und konnte damit immerhin 470 Follower sammeln.

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