Der Klick auf der Brücke

Vorarlberg / 12.08.2014 • 20:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein buntes Sammelsurium an Liebesbeweisen hat sich an der Fahrradbrücke über die Bregenzerach gebildet.  Foto: VN/Paulitsch
Ein buntes Sammelsurium an Liebesbeweisen hat sich an der Fahrradbrücke über die Bregenzerach gebildet. Foto: VN/Paulitsch

Während Paris die Liebesschlösser verbannen will, zeigt Vorarlberg Herz für Verliebte.

Bregenz, feldkirch. (VN-ger) Kaum ein touristischer Anziehungspunkt ist sicher vor ihnen. Ob auf den Brücken von Paris, Köln oder New York – rund um den Globus versprechen sich romantisch veranlagte Pärchen mittels Liebesschlössern die „ewige Treue“. Seit ein paar Jahren hinterlässt dieser Trend auch in Vorarlberg seine Spuren. Als Liebesbrücken einen Namen gemacht haben sich insbesondere die Reichenfeldbrücke in Feldkirch und die Fahrradbrücke über die Bregenzerach zwischen Bregenz und Hard. Ein paar Hundert gravierte Vorhängeschlösser baumeln derzeit am Geländer über der Ill, schätzt Wilfried Marte vom Feldkircher Bauhof. „Solange es keine sicherheitsrelevanten Bedenken gibt, können sie von unserer Seite dort bleiben“, zeigt man in der Montfortstadt ein Herz für Verliebte.

Anders in Paris: Nachdem im Juni ein Geländerteil des Pont des Arts unter der schweren Last der Liebe zusammengebrochen war, geht die Stadt der Liebe nun mit einem „Aktionsplan“ gegen die Schlösser vor.

800 bis 1000

In Bregenz war der Aufschrei groß, als vor rund zwei Jahren die eisernen Treueschwüre aufgrund von Vandalenakten am Drahtseil abgekniffen wurden. „Wenn die Liebesschlösser entfernt werden, gibt es Trennungen“, musste Helmut Freuis, Radverkehrsbeauftragter der Stadt, nicht nur einen aufgebrachten Anrufer beruhigen. Mittlerweile dürfen die Verliebten an der Brücke über die Ach ihre Vorhängeschlösser wieder unverblümt klicken lassen. Neben „Heike und Burkhard einfach für immer“, „Claudia und Thomas 04.01.2014“ oder „Just Married Kevin & Rebecca 07.06.2013“ haben sich weitere „800 bis 1000“ in das bunte Sammelsurium an Liebesbeweisen eingereiht. „Ich glaube nicht, dass wir durch diesen Umfang ein statisches Problem bekommen“, sagt Freuis. Solange der Wind durch die Absturzsicherung blasen könne, sei das auch nicht zu erwarten. Gefährlich könnte es allerdings werden, wenn die Schlösser – wie an den berühmten Brücken über die Seine – eine regelrechte Mauer bilden.

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