Dornbirn hat eine Lücke geschlossen

Vorarlberg / 13.08.2014 • 20:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Moderne Therapien als Vorbereitung zur Rückkehr in die eigenen vier Wände.  Foto: Hagen
Moderne Therapien als Vorbereitung zur Rückkehr in die eigenen vier Wände. Foto: Hagen

SeneCura eröffnete in Dornbirn Station mit 22 Betten für „Rehabilitative Übergangspflege“.

Dornbirn. (ha) Erstmals in Vorarlberg gibt es das Angebot einer „Rehabilitativen Übergangspflege“. Ältere, aber auch jüngere Patientinnen und Patienten werden nach schweren Erkrankungen mittels professioneller Therapie und Pflege auf die Rückkehr in die eigenen vier Wände vorbereitet. Mittwochvormittag wurde die Station im ehemaligen Pflegeheim Lustenauerstraße offiziell eröffnet.

Die Betreiberin der Übergangspflege, die SeneCura, bietet in Dornbirn bis zu 22 Menschen ein Zuhause auf Zeit. Aufgenommen werden vor allem Frauen und Männer, die nach einem Krankenhausaufenthalt nicht sofort wieder nach Hause zurückkehren können. Bis sie wieder fit genug für ein mehr oder weniger selbstständiges Leben sind, werden die Patientinnen und Patienten bis zu drei Monate von einem professionellen Pflegeteam, geleitet von Philipp Graninger, betreut. Für Soziallandesrätin Dr. Greti Schmid ein ideales zusätzliches Angebot im Pflegebereich: „Mit dieser Einrichtung wird eine Lücke geschlossen.“ Immerhin werden rund 90 Prozent der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger in den eigenen vier Wänden alt. In Zukunft könnten es also noch mehr sein.

Wie SeneCura-Regionaldirektor Wolfgang Berchtel betonte, werden im Rahmen der Übergangspflege die Menschen durch spezielle Therapieangebote auch auf einen anschließenden Aufenthalt in einem Therapiezentrum vorbereitet.

Haus der Generationen

Dornbirns Bürgermeisterin Andrea Kaufmann sprach gestern von einem idealen Standort auch durch die Nähe zum Krankenhaus. Sie ließ aber auch durchblicken, dass es mit der Vermietung von großen Flächen im ehemaligen Pflegeheim an die SeneCura gelungen sei, das rund 30 Jahre alte Gebäude weiterhin sinnvoll zu nutzen. In wenigen Wochen, wenn im Obergeschoß täglich bis zu 100 Kleinkinder betreut werden, könne man auch von einem Haus der Generationen sprechen, so die Stadtchefin. Die im Erdgeschoß befindliche Nachsorgestation des Stadtspitals hat mit der neuen Einrichtung nichts zu tun und bleibt weiterhin in Betrieb.

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