Sorgen um Stadtteilentwicklung

Vorarlberg / 17.08.2014 • 19:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Dornbirner Opposition fordert Bebauungsplan für das Gebiet rund ums Gasthaus „Rose“ im Hatlerdorf.

Dornbirn. (ha) Der Verkauf des Gasthauses „Rose“ im Hatlerdorf an SPAR Vorarlberg beschäftigt auch die Stadtpolitik. SPÖ und Grüne fordern die Erstellung eines Bebauungsplanes für das Areal und die angrenzenden Gebiete unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger. Grund: Die Rahmenbedingungen für einen allfälligen Neubau eines SPAR-Marktes sollten frühzeitig festgelegt werden. Wie die Stadträte Gebhard Greber (SPÖ) und Martin Konzet (Grüne) wissen, machen sich Bürgerinnen und Bürger Sorgen um die Entwicklung des Stadtteils. Immerhin befindet sich das „Rose“-Areal im Eingangsbereich zum alten Hatlerdorf, und in unmittelbarer Nachbarschaft steht die architektonisch und historisch wertvolle Hatler Turnhalle, die, so Greber, nicht durch mögliche Großbauten erdrückt werden dürfe. In einem Bebauungsplan könnten wesentliche Aspekte einer baulichen Entwicklung festgelegt werden, angefangen von der Rücksichtnahme auf das Landschafts- und Ortsbild, über die Höhe von Bauwerken, die Erhaltung von Grünflächen bis zu Gemeinschaftsanlagen, so der rote Stadtparteiobmann. Für die Absicht von SPAR, in der Nähe des derzeitigen Marktes neu zu bauen, hat Greber volles Verständnis, da es sich um einen wichtigen Nahversorger handelt und eine Erweiterung am derzeitigen Standort nicht möglich ist.

Unterstützt wird Greber von seinem Stadtratskollegen Martin Konzet.: „Um Klarheit zu schaffen, fordern wir Grüne ein offenes und ehrliches Stadtteilgespräch, das die Möglichkeit bietet, frühzeitig die baulichen Rahmenbedingungen für einen allfälligen Neubau des SPAR-Marktes gemeinsam zu bestimmen.“

Der zuständige Referent für Stadtplanung, Vizebürgermeister Martin Ruepp, sieht derzeit keinen Grund für die sofortige Erstellung eines Bebauungsplans. Er will zuerst abwarten, was die neuen Eigentümer mit dem Grundstück überhaupt vorhaben. Wenn ein Projekt eingereicht wird, werde sich die Stadtplanung damit befassen. Sollte sich ein Bebauungsplan als die beste Lösung erweisen, werde die Stadt einen in Auftrag geben. Ruepp verweist in diesem Zusammenhang auf ein großes Bauvorhaben der Bank für Tirol und Vorarlberg in der Bahnhofstraße, das demnächst in Angriff genommen wird: „Dort haben wir einen Bebauungsplan erstellt, als das Projekt spruchreif wurde.“

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.