Alter Kirchenboden in neuem Glanz

Vorarlberg / 20.08.2014 • 18:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ein schönes Kalksteinmosaik ziert den Chorraum der Pfarrkirche.  
Ein schönes Kalksteinmosaik ziert den Chorraum der Pfarrkirche.  

Kalksteinboden kam bei Arbeiten in der Pfarrkirche Bartholomäberg zum Vorschein.

Bartholomäberg. (VN-js) Eigentlich sollte im Sommer der schadhafte Terrazzoboden im Chorraum der Pfarrkirche Bartholomäberg durch einen neuen ersetzt werden. Im Zuge des Abtragens des schadhaften Bodens kam – zur Überraschung aller – der originale Kalksteinboden aus dem Jahr 1730 zum Vorschein. Umgehend zog der Pfarrkirchenrat nach diesem Sensationsfund die Diözese Feldkirch sowie das Bundesdenkmalamt hinzu, um die weitere Vorgangsweise festzulegen. Der einhellig Beschluss: der Kalksteinboden aus der Entstehungszeit der Pfarrkirche soll restauriert werden.

Bereits Anfang der Woche konnten die Restaurierungsarbeiten beim Kalksteinboden durch die Bregenzer Firma Hehle in Angriff genommen werden. Diese werden zwei bis drei Wochen andauern. Die Kosten in Höhe von rund 30.000 Euro werden von Diözese, Land, Bundesdenkmalamt, Pfarre und Gemeinde gemeinsam gestemmt. „Unsere ohnehin bereits als ‚schönste Dorfkirche‘ bezeichnete Pfarrkirche erhält somit neben dem romanischen Vortragekreuz, dem gotischen Bergknappenaltar und der wunderbaren Orgel ein weiteres besonderes Alleinerkennungsmerkmal“, freut sich Bürgermeister Martin Vallaster.

Laut mündlicher Überlieferung soll der Kalksteinboden in der Alpe Latons gewonnen worden sein. Daher stammt auch der Flurname „Meßwäd“. Die Aufbringung des Terrazzobodens auf die alten Steinplatten macht Historiker Emil Scheibenstock im Jahr 1906 fest. Trotz der laufenden Restaurierungsarbeiten findet das Patroziniumsfest diesen Sonntag in der Pfarrkirche statt.

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