Zone mit Begegnung

Vorarlberg / 21.08.2014 • 20:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Zone mit Begegnung

Wolfurter Pilotprojekt könnte auch auf anderen Landesstraßen Schule machen.

Wolfurt. (VN-ger) Seit dem 16. Juni ist in Wolfurt Umwege-Fahren angesagt: Auf der „Hofsteigader“ (L3) zwischen Vereinshaus und Rathaus wird die erste Begegnungszone auf einer Vorarlberger Landesstraße errichtet. In knapp einem Monat soll das Pilotprojekt abgeschlossen sein. Die VN haben die Baufortschritte derweil aus der Luft betrachtet und erklären die wichtigsten Maßnahmen. „Es geht gut voran“, ist Bürgermeister Christian Natter guter Dinge, dass die Verkehrsfreigabe wie geplant am 19. September stattfinden kann. Die ersten Tragschichten wurden aufgebracht, seit Donnerstagnachmittag ist die L3 vom Rathaus in Richtung Bregenz wieder einspurig befahrbar. „Die zweite Spur wird in zwei Wochen freigegeben“, erläutert Natter. Derzeit gehen die Bagger vor dem Rathaus zu Werke.

Die Begegnungszone soll den verkehrsdominierten öffentlichen Raum beruhigen und lebenswerter machen. Verkehrszeichen gibt es nicht, alle Teilnehmer begegnen sich auf Augenhöhe. Im Quartier Wolfurt-Strohdorf gilt künftig Tempolimit 30. Außerdem können Fußgänger und Radfahrer die Fahrbahn überall queren. „Das Verkehrsaufkommen wird dadurch deutlich verträglicher. Man ist zwar nicht so schnell, aber deutlich flüssiger unterwegs“, vergleicht der Bürgermeister die Begegnungszone mit einem Zahnrad.

Land und Gemeinde investieren in das Vorhaben knapp 1,5 Millionen Euro. Neben dem Straßenkörper werden die Entwässerung und die Nebenräume neu gestaltet. Außerdem wird die Zone mit weißen LED-Lampen ausgeleuchtet. Wenn das Pilotprojekt gut funktioniert, geht Natter davon aus, dass auch auf anderen Landesstraßen Begegnungszonen errichtet werden. Drei weitere sind unter anderem im Schwarzacher Zentrum, in Rickenbach und bei der Wolfurter Raiffeisenbank geplant.

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