Wahlkämpfer am Drahtesel

Vorarlberg / 25.08.2014 • 19:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Starten mit Radtour ihren Wahlkampf und präsentierten Plakatkampagne am Dornbirner Marktplatz: Vorarlbergs Grüne.  Foto: Stiplovsek
Starten mit Radtour ihren Wahlkampf und präsentierten Plakatkampagne am Dornbirner Marktplatz: Vorarlbergs Grüne. Foto: Stiplovsek

Vorarlbergs Grüne starten auf dem Drahtesel in den Intensiv-Wahlkampf um Sitze im Landtag.

Dornbirn, Bregenz. (VN-tw) Thematisch bleiben die Grünen mit Parteichef Johannes Rauch ihren Themen treu. Sie unterscheiden sich verständlicherweise kaum von jenen Themenbereichen, die die Grünen bereits im Nationalratswahlkampf lautstark vertreten hatten. Und dies mit gutem Grund: Immerhin konnte die Partei bei den Nationalratswahlen mit Themen wie Landwirtschaft, Energie und Bildung vor allem hierzulande Rekorderfolge einfahren.

In der ersten Woche des Wahlkampfes steht bei Rauch & Co eine Radtour vom Montafon zum Bodensee am Programm. Nach 30 Stopps bei Unternehmen oder Gesprächen mit Bürgern wollen die Spitzenvertreter der grünen Fraktion am kommenden Freitag am Kornmarktplatz in Bregenz einradeln. „30 Stationen stehen für 30.000 Stimmen, die wir bei der Landtagswahl gewinnen wollen“, sagte Katharina Wiesflecker.

650 Plakate mit „Botschaften“

Insgesamt würden in den nächsten Wochen 510 Klein- sowie 60 Groß- und 85 sogenannte Citylightplakate mit „Kernbotschaften“ wie „Bauer sucht Bio“ oder „Wozu Erdöl, die Sonne scheint umsonst“ sowie „Gescheite Bildung wäre nicht blöd“, aufgestellt werden, betonten Rauch und dessen Landtagswahl-Kandidaten Adi Gross, Vahide Aydin, Daniel Zadra sowie Nina Tomaselli. Rauch wies abermals darauf hin, dass es sich am 21. September um eine „Richtungswahl“ handelt. Es mache „einen fundamentalen Unterschied, ob Vorarlberg die nächsten fünf Jahre von schwarz-grün oder schwarz-blau“ regiert wird. „Wenn die FP prophezeit, dass schwarz-grün Chaos bedeutet, dann vergisst sie, dass sie am Hypo-Debakel in Kärnten mitverantwortlich ist.“

Scharfe Kritik von FP-Hagen

Die Grünen würden mit „Unwahrheiten agieren“, übte LT-Vizepräsident Ernst Hagen Kritik. „Zu behaupten, es gäbe mit den Freiheitlichen keinen Tierschutz mehr, ist die erste Unwahrheit. Bei der zweiten geht es um den Vorwurf, dass es mit der FP keine Energieautonomie mehr gibt.“ Rauch scheine „im Kampf um einen Regierungssessel jedes Mittel recht“ zu sein. Auch das Verbreiten von Unwahrheiten könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass es mit den Grünen zu keiner Verkehrslösung in Vorarlberg kommen werde.

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