Die ganze Welt will an die Vorarlberger Zwerge

28.08.2014 • 19:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Von Spanien bis Australien – der Zwergenklau ist international Thema.  
Von Spanien bis Australien – der Zwergenklau ist international Thema.  

Mittlerweile finden die SPÖ-Wahlkampfhelfer auch in Wikipedia Erwähnung. 

Bregenz. (VN-ger) So viel vorweg: Lösegeldforderungen gibt es noch keine, die Bregenzer Polizeibeamten gehen weiterhin jedem Hinweis nach und die internationalen Schlagzeilen bleiben nicht aus. BBC, The Independent, The Washington Post, CBC News, The Sydney Morning Herald, The Canberra Times, El Mundo, Libero Quotidiano oder Bild haben bereits über das „mysteriöse Verschwinden“ der 400 SPÖ-Gartenzwerge berichtet. Und auch Tage nach dem Diebes-Coup sind die SPÖ-Obersten noch gefragte Interviewpartner. Erst am Donnerstagvormittag wurde Partei-Geschäftsführer Reinhold Einwallner wieder von australischen und spanischen Journalisten befragt. Unter dem Titel „Zwergenklau im Vorarlberger Wahlkampf“ hat die Coolmen-Causa weiters Einzug in die Internetenzyklopädie Wikipedia gehalten. Gleichzeitig

ist im dortigen Forum eine eifrige Löschdiskussion entbrannt. Nutzer zweifeln unter anderem an der „andauernden enzyklopädischen Relevanz“ des Eintrags.

Zwergen-

Mangel gibt es bei den Roten dennoch nicht. 20.000 Stück von ihnen wurden in Deutschland produziert. So konnten gestern neue „Wahlkampfhelfer“ an Laternenmasten montiert werden. „Es wird wieder ordentlich bestückt. Wir lassen uns nicht  abbringen davon“, gibt sich SPÖ-Chef Michael Ritsch kämpferisch. Außerdem werden in der Parteizentrale die Bestellungen abgearbeitet. „200 bis 300“ davon gehen laut Ritsch täglich über die Homepage ein – persönliche Zustellung inklusive. Zusätzliche 5000 werden auf der Dornbirner Messe verschenkt.

Video unbrauchbar

Schlechte Nachrichten gibt es indes von Seiten der Polizei. Das Video, auf dem ÖVP-Wahlhelfer beim Entfernen der Zwerge zu sehen sein sollen, hat sich als unbrauchbar erwiesen. „Die Festplatte des Camcorders war voll, dadurch hat es eine Schleife gegeben“, erläutert Polizeisprecher Horst Spitzhofer.

Die 400 Gartenzwerge namens Coolmen waren zwischen

Rankweil

und Bregenz zu Werbezwecken an Laternenmasten in fast drei Metern Höhe befestigt worden. Am Sonntagmorgen fehlte von ihnen jede Spur. Die SPÖ vermutet dahinter eine gezielte Aktion der ÖVP.

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