Vermutlich glühende Zigarette führte zu Brand mit Todesopfer

Vorarlberg / 31.08.2014 • 22:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Trotz des raschen Einsatzes von Feuerwehr und Polizei kam für den Rentner jede Hilfe zu spät. Foto: VOL/AT Schwendinger.
Trotz des raschen Einsatzes von Feuerwehr und Polizei kam für den Rentner jede Hilfe zu spät. Foto: VOL/AT Schwendinger.

75-jähriger Bludenzer starb gestern früh bei einem Feuer in seiner Wohnung.

Bludenz. (VN-gs) Der Alarm ging um 7.16 Uhr bei der Polizeiinspektion Bludenz ein. Eine 65-jährige Anwohnerin der St.-Peter-Straße 21 meldete telefonisch eine starke Rauchentwicklung aus der Wohnung ihres 75-jährigen Nachbarn in Bludenz. Auch ein Zeitungsausträger erstattete Meldung. Ein dramatischer Einsatz nahm seinen Lauf.

Wohnungstüre versperrt

Die sofort einschreitenden Beamten der Bludenzer Polizei trafen bereits vor der betreffenden Wohnung auf ein erstes Hindernis: Die Eingangstüre war versperrt. Nachbarn teilten jedoch mit, dass sich der Rentner zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung befinden würde. Aufgrund der konkreten Gefahrensituation sahen sich die Beamten gezwungen, die Türe aufzuzwängen. Danach standen sie schon vor einem weiteren Problem: Aus der geöffneten Wohnung strömte ihnen eine derart starke Rauchentwicklung entgegen, dass ihnen ein Betreten nicht möglich war.

Nun kam die bereits ebenfalls alarmierte Feuerwehr Bludenz zum Zug. Die Männer legten sich Atemschutzmasken an und drangen in das Brandobjekt ein. Doch zu spät. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des 75-jährigen Bewohners feststellen. Nachdem das Brandopfer geborgen war, nahmen die Beamten die Ermittlungen zur Brandursache auf. Dabei konnten sich keinerlei Hinweise auf eine technische Ursache finden. Für die Brandentstehung kommen vielmehr heiße, nachglimmende Teile – wahrscheinlich glimmende Zigarettenstummel – in Frage.

Obduktion angeordnet

Laut Brandermittlungschef Heliodor Seitlinger konnte die konkrete Brandursache jedoch noch nicht mit absoluter Sicherheit festgestellt werden. Fremdverschulden sei jedoch definitiv auszuschließen. Eine Obduktion der Leiche soll endgültige Klarheit über die Todesursache schaffen.

Neben der Polizei und dem Notarzt war die Feuerwehr Bludenz mit vier Einsatzfahrzeugen und insgesamt 35 Mann im Einsatz. Bei dem Vorfall wurden sonst keine Personen in Mitleidenschaft gezogen.

Brandermittler Seitlinger: „Kein Fremdverschulden.“ Foto: VN/gs
Brandermittler Seitlinger: „Kein Fremdverschulden.“ Foto: VN/gs

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