Vorzugsstimmen aufgewertet

19.09.2014 • 20:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eine Möglichkeit, die Vorzugsstimmen zu vergeben: Zwei für jeweils zwei Kandidaten und die fünfte für einen dritten Wahlwerber.  Foto: VLK
Eine Möglichkeit, die Vorzugsstimmen zu vergeben: Zwei für jeweils zwei Kandidaten und die fünfte für einen dritten Wahlwerber. Foto: VLK

Am Sonntag wird gewählt. Noch nie waren Vorzugsstimmen so gewichtig.

SCHWARZACH. (VN-mip) Schon über 100 Anrufe sind in den vergangenen Tagen bei der Wahlhotline des Landes eingegangen. Die Fragen drehen sich meist um zwei Themen: Wie funktioniert das mit den freien Wahlwerbern und wie vergebe ich meine Vorzugsstimmen richtig?

Das Vorzugsstimmen-System ist neu. Noch nie war es so einfach, auf der Liste vorzurücken, eine Stimme hat vier Mal mehr Gewicht als noch vor fünf Jahren. Grund genug, diese Möglichkeit auch zu nützen. So geht’s: Jeder Wähler darf fünf Vorzugsstimmen abgeben. Allerdings höchstens zwei pro Kandidat. Die fünf Stimmen können beliebig aufgeteilt werden, ob jeweils ein Kreuz für fünf Kandidaten oder anders, das ist dem Wähler überlassen. Aber Achtung: Bei sechs abgegebenen Stimmen sind alle Vorzugsstimmen ungültig, da nicht festgestellt werden kann, welche gestrichen werden darf.

Nur parteiintern

Apropos Parteistimme: Vorzugsstimmen sind nur bei jener Partei möglich, die auch gewählt wurde. Sie können nicht die Grünen wählen, aber Dieter Egger die Vorzugsstimme geben. Die Stimme für die Grünen würde ihre Gültigkeit behalten, die Vorzugsstimme jedoch nicht. Kreuzen Sie allerdings auch bei den Grünen einen Kandidaten an, würde dieser sehr wohl in den Genuss der Vorzugsstimme kommen. Stimmen Sie nur für einen Kandidaten, vergessen aber, die Partei anzukreuzen, bekommt diese trotzdem Ihre Stimme. Vorausgesetzt natürlich, Sie votieren nicht für zwei Wahlwerber von verschiedenen Listen.

Eine Pflicht, die Vorzugsstimmen abzugeben, existiert allerdings nicht. Sie können nur zwei oder drei vergeben oder gar komplett darauf verzichten. Allerdings waren die Chancen noch nie so hoch, seinen persönlichen Favoriten in den Landtag zu hieven. Steht Ihr Favorit nicht auf Ihrer Bezirksliste, können Sie diesen auf das freie Feld schreiben und dort zwei Vorzugsstimmen vergeben.

Zum Schluss eine gute Nachricht für Briefwähler, die es nicht mehr zur Post geschafft haben: Das zugeklebte Kuvert kann in jedem Wahllokal eingeworfen werden. Sollten Sie den Umschlag nicht mehr haben, können Sie die Wahlkarte im Wahlkarten-Lokal Ihrer Gemeinde abgeben.