Zehn Zukunftsprojekte im Land

Vorarlberg / 19.10.2014 • 19:10 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Feldkirch erstickt im Verkehr. Ein Stadttunnel soll Entlastung bringen. Geplant ist eine Tunnelspinne mit einer Länge von knapp vier Kilometern und einem unterirdischen Kreisverkehr. Das Projekt war Knackpunkt der Regierungsverhandlungen zwischen Schwarz und Grün. Vereinbart wurde die Fortführung des UVP-Verfahrens und bei positivem Abschluss ein Baubeginn des ersten Bauabschnitts (2016). Ob auch der zweite Bauabschnitt (2022) realisiert wird, ist noch offen.
Feldkirch erstickt im Verkehr. Ein Stadttunnel soll Entlastung bringen. Geplant ist eine Tunnelspinne mit einer Länge von knapp vier Kilometern und einem unterirdischen Kreisverkehr. Das Projekt war Knackpunkt der Regierungsverhandlungen zwischen Schwarz und Grün. Vereinbart wurde die Fortführung des UVP-Verfahrens und bei positivem Abschluss ein Baubeginn des ersten Bauabschnitts (2016). Ob auch der zweite Bauabschnitt (2022) realisiert wird, ist noch offen.

Land, Bund, Gemeinden und private Unternehmen investieren Milliarden in die Infrastruktur.

Schwarzach. Eifrig wird an den Plänen gefeilt. Vorarlberg soll mit Großinvestitionen fit für die Zukunft gemacht werden. Die geplanten Ausgaben in die Verbesserung der Infrastruktur sind enorm. Milliarden fließen in neue Wasserkraftwerke, Straßenprojekte und in die städtische Entwicklung. Neben konkreten Bauvorhaben machen Visionen wie die Ringstraßenbahn oder mehramsee Schlagzeilen. Auch wenn hinter ihrer Realisierung ein Fragezeichen steht, könnten sie für das Land zukunftsweisend sein.

Gegenwart sind Investitionen im Energiebereich. Bereits im Juni haben die Arbeiten zum größten Bauprojekt des Landes begonnen. Der Neubau des Pumpspeicherkraftwerks Obervermunt II soll einen wesentlichen Beitrag zur Energieautonomie des Landes bis 2050 leisten. Bis 2018 investieren die illwerke vkw 600 Mill. Euro. Parallel dazu laufen Planungen für ein Kraftwerk in Lochau. Es soll 25.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Kräftig investiert wird auch in den Straßenbau. Ab 2016 sollen in Summe 226,5 Millionen Euro in das Projekt Stadttunnel Feldkirch fließen. In Lorüns sind 40 Millionen Euro für eine Umfahrung budgetiert und auch die Chancen, dass die Riedstraße kommen wird, steigen.

Daneben investieren auch Private kräftig. In Bregenz sollen 160 Millionen Euro in die Seestadt und das Seequartier fließen.

Nach fast einem Jahrzehnt der Meinungsbildung erhält Bregenz mit zwei Großprojekten in unmittelbarer Nähe ein neues Gesicht. 2015 soll mit dem Bau der Seestadt (Prisma und Spar European Shopping) begonnen werden. Geplant sind 14.000 m2 Verkaufsflächen, 2000 m2 Büroflächen und 60 Mietwohnungen. Die Tiefgarage teilt sich die Seestadt mit dem Seequartier (u.a.: Rhomberg, i+R Gruppe, Zima), das ein Jahr später mit Handelsflächen (4500 m2), Hotel und Wohnungen an den Start geht.
Nach fast einem Jahrzehnt der Meinungsbildung erhält Bregenz mit zwei Großprojekten in unmittelbarer Nähe ein neues Gesicht. 2015 soll mit dem Bau der Seestadt (Prisma und Spar European Shopping) begonnen werden. Geplant sind 14.000 m2 Verkaufsflächen, 2000 m2 Büroflächen und 60 Mietwohnungen. Die Tiefgarage teilt sich die Seestadt mit dem Seequartier (u.a.: Rhomberg, i+R Gruppe, Zima), das ein Jahr später mit Handelsflächen (4500 m2), Hotel und Wohnungen an den Start geht.
Seit 40 Jahren fordert die Gemeinde Lorüns eine Umfahrung. Das Projekt ist in Planung, die Behördenverfahren sollen 2015 beginnen. Vorgesehen ist eine Neutrassierung der L188 zwischen St. Anton im Montafon und der Anschlussstelle Bludenz-Montafon mit einer Tunnelführung. Lorüns soll vom Durchgangsverkehr entlastet werden, eine Verbindung der Radwege Montafon zum Radwegnetz Walgau geschaffen werden. Die Gesamtkosten werden vom Land mit 40 Millionen Euro beziffert.
Seit 40 Jahren fordert die Gemeinde Lorüns eine Umfahrung. Das Projekt ist in Planung, die Behördenverfahren sollen 2015 beginnen. Vorgesehen ist eine Neutrassierung der L188 zwischen St. Anton im Montafon und der Anschlussstelle Bludenz-Montafon mit einer Tunnelführung. Lorüns soll vom Durchgangsverkehr entlastet werden, eine Verbindung der Radwege Montafon zum Radwegnetz Walgau geschaffen werden. Die Gesamtkosten werden vom Land mit 40 Millionen Euro beziffert.
Die Strecke der Montafonerbahn soll verlängert werden. Das sieht ein Masterplan für das Montafon vor. Eine in Auftrag gegebene Vorstudie ist abgeschlossen. Sie sieht eine Verlängerung der Bahnstrecke um acht Kilometer vor. Bei Tschagguns würden sich die Gleise gabeln. Eine Abzweigung geht nach Schruns (Unterflurlösung), die andere entlang der Montafonerstraße weiter nach St. Gallenkrich bis zur Valiserabahn. Drei neue Haltestellen sind vorgesehen. Die Kosten: 90 Millionen Euro.
Die Strecke der Montafonerbahn soll verlängert werden. Das sieht ein Masterplan für das Montafon vor. Eine in Auftrag gegebene Vorstudie ist abgeschlossen. Sie sieht eine Verlängerung der Bahnstrecke um acht Kilometer vor. Bei Tschagguns würden sich die Gleise gabeln. Eine Abzweigung geht nach Schruns (Unterflurlösung), die andere entlang der Montafonerstraße weiter nach St. Gallenkrich bis zur Valiserabahn. Drei neue Haltestellen sind vorgesehen. Die Kosten: 90 Millionen Euro.
Das Projekt Ringstraßenbahn Unteres Rheintal ist eine Vision des Bregenzer Bauunternehmers Hubert Rhomberg. Der Plan sieht vor, dass sich drei Linien zu einem Ring verbinden. Die erste Linie würde von Bregenz über Hard nach Höchst und weiter nach Fußach führen (optional bis zum Flughafen). Die zweite Linie würde Höchst, Lusten­au und Dornbirn verbinden, die dritte von Dornbirn über Schwarzach, Wolfurt nach Bregenz führen (plus Direktverbindung nach Lauterach). Kosten: rund 300 Mill. Euro.
Das Projekt Ringstraßenbahn Unteres Rheintal ist eine Vision des Bregenzer Bauunternehmers Hubert Rhomberg. Der Plan sieht vor, dass sich drei Linien zu einem Ring verbinden. Die erste Linie würde von Bregenz über Hard nach Höchst und weiter nach Fußach führen (optional bis zum Flughafen). Die zweite Linie würde Höchst, Lusten­au und Dornbirn verbinden, die dritte von Dornbirn über Schwarzach, Wolfurt nach Bregenz führen (plus Direktverbindung nach Lauterach). Kosten: rund 300 Mill. Euro.
Bregenzer Bürger haben eine Vision. Sie wollen das Seeufer von der Bahn befreien. Dazu haben sie im April 2013 die Genossenschaft mehramsee gegründet, die heute 245 Mitglieder zählt (1186 gezeichnete Anteile). Die Idee sieht vor, die Bahn zweigleisig auszubauen und inklusive Bahnhöfe unter die Erde zu verlegen. Die Unterflurlösung würde rund eine Milliarde Euro kosten. Weit über 100.000 Quadratmeter ÖBB-Grund würden frei werden, der volkswirtschaftliche Nutzen wäre enorm, so mehramsee.
Bregenzer Bürger haben eine Vision. Sie wollen das Seeufer von der Bahn befreien. Dazu haben sie im April 2013 die Genossenschaft mehramsee gegründet, die heute 245 Mitglieder zählt (1186 gezeichnete Anteile). Die Idee sieht vor, die Bahn zweigleisig auszubauen und inklusive Bahnhöfe unter die Erde zu verlegen. Die Unterflurlösung würde rund eine Milliarde Euro kosten. Weit über 100.000 Quadratmeter ÖBB-Grund würden frei werden, der volkswirtschaftliche Nutzen wäre enorm, so mehramsee.
A15, S18 . . die Geschichte von vieldiskutierten, aber nicht realisierten Riedstraßen umfasst Jahrzehnte. Das neue Zauberwort heißt nun „Z-Variante“. Der Unterschied zu ihren Vorgängern: Sie bleibt womöglich kein Phantom, sondern hat realistische Chancen auf Umsetzung. Die Verbindungsstraße zwischen österreichischer und Schweizer Autobahn würde vom Knoten Dornbirn-Nord durchs Ried in die Schweiz führen. Sie blieb nach einem langen und professionellem Suchprozess als Bestvariante übrig.
A15, S18 . . die Geschichte von vieldiskutierten, aber nicht realisierten Riedstraßen umfasst Jahrzehnte. Das neue Zauberwort heißt nun „Z-Variante“. Der Unterschied zu ihren Vorgängern: Sie bleibt womöglich kein Phantom, sondern hat realistische Chancen auf Umsetzung. Die Verbindungsstraße zwischen österreichischer und Schweizer Autobahn würde vom Knoten Dornbirn-Nord durchs Ried in die Schweiz führen. Sie blieb nach einem langen und professionellem Suchprozess als Bestvariante übrig.
Ende Juni haben die Arbeiten zum derzeit größten Bauprojekt des Landes begonnen. 600 Millionen Euro werden in das Obervermuntwerk II investiert. Es entsteht das zweitgrößte Wasserkraftwerk des Landes. Die Inbetriebnahme ist für 2018 geplant. Die letzten Rekultivierungs- und Abschlussarbeiten sind auf 2020 terminisiert. Das Pumpspeicherkraftwerk spielt eine entscheidende Rolle im Ausbau der Wasserkraft und soll einen wesentlichen Beitrag zu den Energieautonomieplänen leisten.
Ende Juni haben die Arbeiten zum derzeit größten Bauprojekt des Landes begonnen. 600 Millionen Euro werden in das Obervermuntwerk II investiert. Es entsteht das zweitgrößte Wasserkraftwerk des Landes. Die Inbetriebnahme ist für 2018 geplant. Die letzten Rekultivierungs- und Abschlussarbeiten sind auf 2020 terminisiert. Das Pumpspeicherkraftwerk spielt eine entscheidende Rolle im Ausbau der Wasserkraft und soll einen wesentlichen Beitrag zu den Energieautonomieplänen leisten.
Die illwerke vkw haben die Voruntersuchungen für ein weiteres Kraftwerk an der Bregenzerach abgeschlossen und mit Planungen für ein Kavernenkraftwerk im Pfänderhang bei Lochau begonnen. Der Bregenzerach soll beim Speicher Bozenau Wasser entnommen und dann über Druckrohrleitungen durch den Pfänder geleitet und nach dem Kraftwerk bei Lochau in den See geführt werden. Der Projektstart ist für 2016 geplant. Das Kraftwerk soll Strom für 25.000 Haushalte erzeugen.
Die illwerke vkw haben die Voruntersuchungen für ein weiteres Kraftwerk an der Bregenzerach abgeschlossen und mit Planungen für ein Kavernenkraftwerk im Pfänderhang bei Lochau begonnen. Der Bregenzerach soll beim Speicher Bozenau Wasser entnommen und dann über Druckrohrleitungen durch den Pfänder geleitet und nach dem Kraftwerk bei Lochau in den See geführt werden. Der Projektstart ist für 2016 geplant. Das Kraftwerk soll Strom für 25.000 Haushalte erzeugen.
Eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der ÖBB ist auf Schiene. Noch heuer im Dezember soll der Spatenstich für den Ausbau des Terminals Wolfurt erfolgen. Bis August 2018 soll das 66-Millionen-Euro-Projekt in drei Bauetappen fertiggestellt sein. Die Erweiterung fällt umfangreicher aus als ursprünglich geplant. Mit der Projekteinreichung wurde die Kranbahn verlängert. Ziel ist es, der verladenden Wirtschaft des Landes langfristig ausreichend Kapazitäten zur Verfügung zu stellen.
Eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der ÖBB ist auf Schiene. Noch heuer im Dezember soll der Spatenstich für den Ausbau des Terminals Wolfurt erfolgen. Bis August 2018 soll das 66-Millionen-Euro-Projekt in drei Bauetappen fertiggestellt sein. Die Erweiterung fällt umfangreicher aus als ursprünglich geplant. Mit der Projekteinreichung wurde die Kranbahn verlängert. Ziel ist es, der verladenden Wirtschaft des Landes langfristig ausreichend Kapazitäten zur Verfügung zu stellen.