Zum Gedenken

Vorarlberg / 09.11.2014 • 18:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Erhard Fink

Andelsbuch. Vor wenigen Wochen verstarb ganz überraschend „Böltlar’s Erhard“ vom Bühel. Diese Todesnachricht

hat in Andelsbuch

und weit darüber hinaus Betroffenheit ausgelöst. Erhard ist 1940 in die Bauernfamilie des Josef und der Emma Fink, Gaß 71, geboren. Er besuchte die achtjährige Volksschule in Andelsbuch, im Wechsel mit der einklassigen Volksschule in Bersbuch während der Vorsäßzeit. Danach war er mehrere Jahre in der elterlichen Landwirtschaft tätig. Hier zeigte sich bereits sein starkes Interesse an Maschinen und Geräten, um den Arbeitseinsatz zu erleichtern und rationell zu gestalten. Damit wurde er rasch im nachbarschaftlichen Umfeld und darüber hinaus bekannt und gefragt. Mehrere Winter war Erhard als Saisonarbeiter in Lech, wo er in der Ski-Unfall-Reparaturwerkstatt des Dr. Rhomberg assistierte. Gelegenheitsarbeiten, wie im Lecher Kino, waren nicht nur Zuverdienstmöglichkeiten, sondern weckten Interessen, die er später als Hobbyfotograf und Filmer auslebte. Im Jahr 1969 heiratete er Wilma Fink („Mühle Wilma“). Aus der Ehe gingen Karl-Heinz, Evelyn und Isabella hervor. Ehrgeizig und strebsam hat er neben seiner jungen Familie und seinem Beruf als Fahrlehrer in der Fahrschule Heufelder noch die 5-jährige Abendschule der HTL besucht, um so seine Berufschancen zu verbessern. Von 1982 bis zur Pensionierung arbeitete er beim Land Vorarlberg als technischer Sachverständiger und Fahrprüfer. 1962 war er Gründungsmitglied des FC Andelsbuch und 1980 des Krankenpflegevereins, dessen Obmann er bis 1990 war. Großzügig förderte er die Entwicklung seiner Kinder in vielerlei Hinsicht. Große Freude bereiteten ihm seine fünf Enkelkinder, die Tag und Nacht bei ihrem Ähne willkommen waren. Auch in der Alten- und Krankenbetreuung der Eltern und seines Bruders Dokus war er jahrelang ein fürsorglicher Begleiter und Pfleger. So bleibt Erhard über viele Herzens- und Gedächtnisbrücken in Erinnerung.